+
Der Inselstaat Fidschi will den britischen Union Jack auf seiner Nationalflagge behalten. Foto: Tatyana Zenkovich

Neue Flagge zu teuer: Fidschi will Union Jack doch behalten

Suva (dpa) - Der Inselstaat Fidschi will aus Kostengründen - anders als ursprünglich geplant - den britischen Union Jack auf seiner Nationalflagge behalten.

Es sei momentan wichtiger, Mittel für Hilfen und Wiederaufbau nach dem verheerenden Zyklon "Winston" vom Februar auszugeben, teilte Regierungschef Voreqe Frank Bainimarama am Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Sturm hatte auf den Pazifikinseln mehr als 40 Menschen das Leben gekostet.

Er sei zwar persönlich überzeugt, dass "Kolonialsymbole" auf der Flagge durch einheimische ersetzt werden sollten, sagte der Putschistenführer von 2006. Es sei aber seit Februar klar, dass das auf absehbare Zeit nicht geschehen sollte. Wie auch bei anderen ehemaligen Kolonien Großbritanniens beinhaltet Fidschis Flagge in einer Ecke die Nationalflagge des Vereinigten Königreiches.

Erst im März hatten die Bürger Neuseelands eine neue Flagge ohne Union Jack per Abstimmung abgelehnt. Das Prozedere kostete den Steuerzahler knapp 16 Millionen Euro.

Bainimarama rief alle Fidschianer auf, die Flagge bei der Rückkehr der Rugby-Männer des Landes am kommenden Sonntag zu zeigen. Die Siebener-Rugby-Mannschaft war vergangene Woche in Rio de Janeiro Olympiasieger geworden und hatte damit die erste Medaille in der Geschichte der Mini-Nation gewonnen. Die Regierung ernannte daraufhin den 22. August zum Nationalfeiertag.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Lifeline“ Rettungsschiff mit Flüchtlingen: Italien verweigert weiterhin Hafeneinfahrt
Seit Tagen harrt ein von Mission Lifeline betriebenes Rettungsschiff vor der Küste Maltas aus. Der italienische Innenminister verweigert das Anlegen im Hafen.
„Lifeline“ Rettungsschiff mit Flüchtlingen: Italien verweigert weiterhin Hafeneinfahrt
Koalitionsausschuss geplant: Nicht nur Asylpolitik Thema
Am Dienstagabend ist ein Treffen der Spitzen der großen Koalition geplant. Andreas Nahles (SPD) wolle auch grundsätzliche Fragen zur Zusammenarbeit innerhalb der …
Koalitionsausschuss geplant: Nicht nur Asylpolitik Thema
Arrest nach Schlägen gegen Kippa-Träger in Berlin
Die Schläge mit einem Hosengürtel auf einen jungen Israeli in Berlin lösen Empörung und Solidarität aus. Der Student ist mit einem Freund unterwegs, beide tragen Kippa. …
Arrest nach Schlägen gegen Kippa-Träger in Berlin
„Seehofer abschieben“: 300 Menschen demonstrieren in Berlin
Unter dem Motto „Seehofer abschieben“ haben am Montag 300 Menschen in Berlin demonstriert.  Die Teilnehmer versammelten sich vor der Bayerischen Landesvertretung.
„Seehofer abschieben“: 300 Menschen demonstrieren in Berlin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.