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Angeschwemmte Rettungswesten und Reste von Schlauchbooten. Erneut ist es im Mittelmeer zu einer Flüchtlingstragödie gekommen.

Laut Augenzeugen

Neue Flüchtlingstragödien im Mittelmeer: Dutzende Tote und Vermisste

Rom - Bei einer neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer sind nach Angaben von Überlebenden vermutlich 20 bis 30 Menschen ums Leben gekommen.

Augenzeugen hätten der Polizei in Pozzallo auf Sizilien erzählt, dass sie am Freitag von ihrem Boot auf ein Handelsschiff umsteigen wollten. Als die Crew eine Leiter heruntergelassen habe, sei auf dem Boot Chaos ausgebrochen und mehrere Dutzend Migranten seien ins Wasser gefallen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag.

Demnach sind bislang nur zwei Leichen geborgen worden. Die Überlebenden, unter ihnen zwei schwangere Frauen und ein Mann mit einer Schusswunde am Arm, seien nach Sizilien gebracht worden.

Ebenfalls am Freitag war ein weiteres Boot unweit der libyschen Stadt Sabrata an der Grenze zu Tunesien in Seenot geraten und gesunken. Nach Angaben der libyschen Marine werden mindestens 40 Menschen vermisst. 21 Migranten hätten gerettet werden können, zitierte Ansa am Wochenende Marinesprecher Ayoub Qassem.

Jedoch gab es unterschiedliche Zahlen zu der Tragödie. Anderen Quellen zufolge, die sich auf die Aussagen Überlebender stützten,  könnte es mehr als doppelt so viele Vermisste geben.

Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) über Twitter mitteilte, sollen 26 Menschen überlebt haben. Sie hätten berichtet, auf dem Schlauchboot hätten sich 110 Menschen befunden. Demnach könnten bis zu 84 Flüchtlinge ums Leben gekommen sein. 

dpa

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