Verkehrsminister Dobrindt plant Auflagen

Neue Regelung: Kommt jetzt der Drohnen-Führerschein?

Berlin - Bisher konnte jeder, der eine Drohne besitzt sie immer und überall aufsteigen lassen. Damit soll nun Schluss sein, wenn es nach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt geht.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Betrieb privater Drohnen in Deutschland mit weitreichenden Flugverboten einschränken. "Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen", sagte Dobrindt der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochsausgabe). "Drohnen-Flüge in Wohngebieten, über Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Unglücksorten, Einsatzgebieten der Polizei oder Industrieanlagen werden verboten." Drohnen, die schwerer als 500 Gramm sind, sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können, wie Dobrindt erklärte.

Die ferngesteuerten Fluggeräte werden in Deutschland immer beliebter und dürften zu den begehrtesten Weihnachtsgeschenken in diesem Jahr gehören. Mit den neuen Regelungen sollen nach Angaben des Verkehrsministeriums Gefährdungen im Luftraum und am Boden, beispielsweise durch Kollisionen oder Abstürze, vermindert werden. Private Drohnen-Flüge in mehr als hundert Metern Höhe sowie außerhalb der Sichtweite des Piloten würden generell verboten.

Auch für gewerbliche Nutzer von Drohnen sind den Angaben zufolge strenge Vorschriften in Vorbereitung. Für diesen Personenkreis werde es künftig einen "Führerschein" geben, hieß es aus dem Ministerium. Die Lizenz werde vom Luftfahrt-Bundesamt erteilt.

Was Sie zum neuen EU-Führerschein wissen müssen, erfahren Sie hier.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grünen-Chef Habeck sieht CSU-Führung im „Amok-Modus“ - Weil fordert Mäßigung
Innenminister Horst Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne und keinerlei Schuld bei der Bundespolitik für das CSU-Umfragetief. Doch der Druck auf ihn wächst.  Alle …
Grünen-Chef Habeck sieht CSU-Führung im „Amok-Modus“ - Weil fordert Mäßigung
Spahn: Beiträge für Pflegeversicherung könnten steigen
Berlin/Münster (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schließt eine stärkere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge als geplant nicht aus.
Spahn: Beiträge für Pflegeversicherung könnten steigen
Patienten sollen per Anruf zum passenden Arzt
Millionen Patienten bevölkern jedes Jahr die Notfallambulanzen der Kliniken - viele wären beim Hausarzt besser aufgehoben. Künftig sollen die Versicherten von …
Patienten sollen per Anruf zum passenden Arzt
Weil wirft CSU Schädigung Deutschlands vor
Die Kanzlerin geht in Urlaub, doch die Nachwehen des Asylstreits bleiben. Der Schuldige gilt als ausgemacht - und wird mit eindringlichen Mahnungen in die Sommerpause …
Weil wirft CSU Schädigung Deutschlands vor

Kommentare