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„Entfesselt Amerikas Energie“: Donald Trump setzt trotz Klimawandel auf fossile Energieträger.

Neue Studien zu Kosten

Klimawandel könnte Wohlstand in den USA gefährden

Eine neue Studie zeigt auf wie teuer die USA der Klimawandel und das Ausscheren aus dem Pariser Klimaabkommen zu stehen kommen könnte. 

Washington - Die Autoren der am Donnerstag im Fachmagazin "Science" veröffentlichten Untersuchung warnen vor einer deutlichen Zunahme der sozialen Ungleichheit in den Vereinigten Staaten. Schätzungen zufolge geht demnach jeder globale Temperaturanstieg von 0,55 Grad Celsius mit einer Einbuße von 0,7 Prozent des US-Bruttosozialprodukts einher.

Die Studie, die auf wirtschaftlichen Modellrechnungen und 116 Projektionen der Auswirkungen des Klimawandels für die USA berechnet, nimmt dabei gesellschaftliche und ökonomische Felder in Augenschein: darunter Landwirtschaft, Gesundheit, Energie, Kriminalität, Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Lage in den Küstengebieten des Landes. Einkommensrückgänge von bis zu 20 Prozent drohten dem schon heute ärmsten Drittel der US-Bundesstaaten, folgern die Klimatologen und Ökonomen in ihrer interdisziplinären Arbeit.

Trump: „Wir haben saubere, schöne Kohle“

Die Studie erschien nur wenige Wochen nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass sich die USA aus dem Pariser Klimaabkommnen zurückzögen. Trump begründete den Schritt unter anderem damit, dass das Abkommen der US-Wirtschaft schade und die Souveränität der USA verletze. Der US-Präsident will zudem den Weltmarkt für Energie dominieren und setzt dafür auf Atomkraft, Kohle, Öl und Gas. „Wir haben für nahezu 100 Jahre Erdgas und für mehr als 250 Jahre saubere, schöne Kohle“, so Trump am Donnerstag in Washington.

Mögliche Verschiebung im Wohlstandsgefälle

Dagegen sagt die Studie weitreichende wirtschaftliche Verluste für die USA voraus und möglicherweise eine deutliche gigantische weitere Verschiebung im Wohlstandsgefälle, wie Autor Solomon Hsiang von der University of California in Berkeley schreibt. Die Südstaaten und die Bundesstaaten im unteren Mittleren Westen, die schon heute vergleichsweise arm seien, wären am stärksten betroffen.

Die Golf-Küstenregion mit ihrer Gefährdung durch steigende Meeresspiegel und Hurrikans sei ebenfalls bedroht, führt Co-Autor Robert Kopp von der Rutgers University-New Brunswick in New Jersey aus. Die Golfregion werde "massiv getroffen". Zudem werde starke Hitze, wie sie künftig häufiger zu erwarten sei, zu steigender Kriminalität führen. Laut Hsiang wird die US-Wirtschaft auf Jahrzehnte hinaus vom Klimawandel "ernsthaft betroffen". Profiteure seien klimatisch kühlere Regionen wie die Grenregion zu Kanada und die Rocky-Mountains-Regionen.

Das von fast 200 Staaten unterzeichnete Pariser Abkommen ist ein Meilenstein im Bemühen für den weltweiten Klimaschutz. Kern des Abkommens ist das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Lesen Sie aich: Klimaabkommen: G7-Umweltminister kritiseren USA-Ausstieg scharf.

AFP/dpa

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