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Die Netzbetreiber erwägen in einer Variante, eine Trasse durch die Landkreise Erding, Freising und Dachau zu führen.

Erding, Freising und Dachau wären betroffen

Neue Variante: Stromtrassen im Münchner Norden? 

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München - Der bundesweite Streit um die Stromtrassen erreicht die Region München. Die Netzbetreiber erwägen in einer Variante, eine Trasse durch die Landkreise Erding, Freising und Dachau zu führen. Das wurde in CSU-Kreisen bestätigt.

Demnach ist eine Option, den Teil der Süd-Ost-Trasse zwischen Ingolstadt und Gundremmingen über den Münchner Norden zu leiten. Dort sind schon Leitungen gebaut. Diese Strecke könnte dann aufgerüstet werden. Als andere, deutlich teurere Variante gilt eine direkte Verbindung von Ingolstadt ins schwäbische Gundremmingen, möglicherweise in Teilen erdverkabelt. Auch über eine Abzweigung in Richtung Landshut – über Erding und Freising – wurde offenbar nachgedacht.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte die Gefahr einer Trassenführung durch die nördliche Region München am Rande der Andechs-Klausur angedeutet. Seehofer merkte sinngemäß an, so etwas könne die öffentliche und veröffentlichte Meinung in Oberbayern stark beeinflussen. Bisher hatte sich der Ärger über Trassen und die Informationspolitik der Netzbetreiber auf andere Bezirke konzentriert. Aus München, gerade von Wirtschaftsverbänden, wird Seehofer hingegen für seinen Kampf gegen die Stromtrassen durch Bayern immer wieder scharf kritisiert – was ihn ärgert.

In Regierungskreisen werden die Gedankenspiele der Netzbetreiber bestätigt. Es habe zuletzt mehrere signifikante Änderungen in den Planungen gegeben. Auch in der CSU-Fraktion sind sie bekannt, werden aber nicht von allen dort als realistisches Risiko bewertet. Zu klar sei, dass eine Trasse durch die Flughafenregion ein „Stich ins Wespennest“ sei, heißt es. Die Freien Wähler verlangen per Landtagsanfrage nähere Auskünfte.

Welche Trasse kommt, ist offen. Netzbetreiber und Bundesnetzagentur kämpfen für zwei große Trassen durch Bayern: den SuedLink von der Nordseeküste ins unterfränkische Grafenrheinfeld und die Süd-Ost-Trasse von Sachsen-Anhalt nach Schwaben. Seehofer bezweifelt den Bedarf, will beide möglichst außerhalb Bayerns halten.

cd

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