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Donald Trump bei seiner Rede nach dem Amtseid vor dem Kapitol.

Erste Rede als US-Präsident

Donald Trump: Von heute an gilt "nur Amerika zuerst"

Washington - Es war eine Rede der Versprechungen und klarer Ansagen. Der neue US-Präsident kündigte den Kurs eines nationalen Egoismus an. Von heute an gelte "nur Amerika zuerst". 

Mit Spannung war die erste Rede des neuen US-Präsidenten Donald Trump erwartet worden. Der Nachfolger von Barack Obama knüpfte darin nahtlos an den harten Wahlkampf an - die erwarteten versöhnlichen Worte ans amerikanische Volk und Verbündete waren Mangelware. 

Trump geißelte bei seiner Amtseinführung das „Establishment“ in Washington. Zu lange hätte dieses profitiert, „aber nicht die einfachen Leute, die ihre Arbeit verloren“. Trump rief der Menge vor dem Kapitol zu: „All das ändert sich jetzt. Dieser Augenblick gehört Ihnen“. Einen harten Kurs kündigte er in der Außenpolitik an: „Wir haben andere Länder reich gemacht“, sagte Trump, während eine Fabrik nach der anderen in den USA geschlossen habe. „Aber das ist Vergangenheit. Und jetzt schauen wir nur nach vorne.“ In jedem Teil des Landes solle nun eine neue Vision das Land regieren: „Amerika zuerst - Amerika zuerst“. Jede Entscheidung werde dieser Maxime gehorchen, ob in der Wirtschaft oder der Außenpolitik. „Ich werde mit jeder Faser meines Herzens kämpfen. Ich werde Euch niemals im Stich lassen.“ 

"Neuer Nationalstolz“ soll „Spannungen heilen“

Trump rief zu einem "neuen Nationalstolz" auf, der "die Spaltungen heilen" werde. "Wir, das amerikanische Volk, sind nun vereint in einer großartigen nationalen Anstrengung, unser Land wieder aufzubauen und seine Versprechen für all unsere Bürger zu erneuern", sagte der 70-Jährige in seiner Rede. "Gemeinsam werden wir für viele, viele Jahre den Kurs Amerikas und der Welt bestimmen", fügte er hinzu.

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Mit einer gemeinsamen Anstrengung würden die USA wieder stark, wohlhabend, stolz und sicher werden, so Trump weiter. Eine klare Ansage richtete Trump an die Adresse islamischer Extremisten: „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“, versprach der Republikaner. 

Trump hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, die Zuwanderung aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einzuschränken. Zeitweise sprach er sogar von einem kompletten Einreisebann für Muslime. Auch in diese Richtung gab es in der Antrittsrede Ansagen: „Wir werden unsere Grenzen wieder dicht machen“. 

Twitter-Salve kurz nach der Vereidigung

Über seinen Twitter-Account ließ Donald Trump nach seiner Vereidigung gleich mehrere Botschaften ins Internet schicken. „Heute übergeben wir nicht nur die Macht von einer Regierung oder einer Partei zur anderen - wir übertragen Macht aus Washington DC und geben Sie Euch zurück, dem amerikanischen Volk“, hieß es in einem Tweet. In weiteren Kurzbotschaften wiederholte Trump Kerne seiner Rede. Trump twitterte als @realDonaldTrump. Dem offiziellen Account des Präsidenten, @Potus übernahm er kurz danach und postete dort eine Link zu seiner Antrittsrede.

mm/dpa/AFP

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