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Horst Seehofer bei der CSU-Winterklausur in Wildbad Kreuth.

Parteispitze berät sich

Neues Zuhause: CSU will nach Schwabing ziehen

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München - Die CSU sucht ein neues Zuhause – und steht kurz davor, eines zu finden. Nach Informationen des Münchner Merkur berät die Parteispitze intensiv darüber, Büros in der Parkstadt Schwabing zu kaufen.

Das will Parteichef Horst Seehofer dem Parteipräsidium am Montag vorschlagen, verlautete aus gut unterrichteten Kreisen.

Fest steht der Umzug dorthin aber noch nicht. Bisher residiert die Partei in der Nymphenburger Straße – wobei „residieren“ für den hässlichen Hinterhof ein eher großes Wort ist. Die Büros dort sind in die Jahre gekommen, im Sommer kaum klimatisiert und im Winter schlecht beheizt. Große Konferenzräume fehlen. Für Fernsehteams, die auf schmucke Bilder angewiesen sind, ist der Drehort im Hof eher kurios. An den Wänden der engen Tiefgarage endeten schon etliche Dienstwagenkotflügel. Die Sicherheitsvorkehrungen sind nur mäßig; neulich erst besetzten junge Kurden die CSU-Zentrale für kurze Zeit relativ ungehindert.

Generalsekretär Andreas Scheuer trieb die seit Jahren bestehenden Umzugspläne nun voran. Er soll dabei vom in Immobiliengeschäften sehr engagierten Landtagsabgeordneten Alfred Sauter beraten worden sein. Das Franz-Josef-Strauß-Haus abzureißen und modern neu zu bebauen, war eine Variante bei den CSU-Ideen; wurde aber verworfen, weil die Partei in der Umbauphase dann heimatlos wäre. Für eine Renovierung in mehreren Schritten ist der Umbaubedarf zu groß. Nun könnte das Gelände komplett verkauft werden, was angesichts der horrenden Grundstückspreise in Innenstadtnähe noch ein rentables Geschäft wäre. Zeitlich passt der Wegzug aus der tristen 70er-Jahre-Atmosphäre auch, weil die Parteizeitung Bayernkurier gerade reformiert wird. Sie hat ihren Sitz im nicht minder hässlichen Vordergebäude an der Nymphenburger Straße.

Parteichef Seehofer hat sich die neue Immobilie im Schwabinger Norden, wo die Autobahn A9 beginnt, diese Woche bereits angesehen. Er verließ dafür eigens die Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Vorteile des neuen Standorts: Es geht um rund 4000 Quadratmeter mitsamt Konferenzräumen, Café und Presselounge. Die hellen, modernen Gebäude liegen nah an der U-Bahn, der Flughafen ist schnell erreichbar, der Hauptbahnhof zumindest in 20 Minuten.

Christian Deutschländer

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