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Beim Neujahrsempfang

Gabriele Pauli darf nicht zu Seehofer

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München – Kleiner Eklat am Rande des großen Neujahrsempfangs am Wochenende: Der früheren CSU-Landrätin Gabriele Pauli wurde der Zutritt in der Münchner Residenz verweigert.

Die 56-Jährige versuchte am späten Abend, ohne Einladung ins Gebäude zu kommen. Mitarbeiter hielten sie auf, berichten Augenzeugen. „Man hat mir gesagt, ich sei nicht auf der Gästeliste“, bestätigte Pauli dem Münchner Merkur. Sie habe doch nur „ein paar nette Bekannte treffen“ wollen und sei dafür um halb elf Uhr abends zur Residenz gekommen. Sie sei extra später gekommen.

Ministerpräsident Horst Seehofer legt auf die Gesellschaft seiner Ex-Parteifreundin keinen Wert – deshalb gab es von der Staatskanzlei für Pauli keine Einladung, während andere frühere Abgeordnete durchaus unter den 1300 Gästen willkommen waren. Pauli, bis Herbst 2013 Landtagsabgeordnete, hatte sich in den vergangenen Jahren nicht mehr in der Residenz gezeigt. Ihr wohl größter Auftritt dort ist dennoch unvergessen: Sie hatte sich auf dem Neujahrsempfang 2007 zum Defilee beim kurz vor dem Sturz stehenden Ministerpräsidenten Edmund Stoiber angestellt. Er musste seiner schärfsten innerparteilichen Kritikerin im Blitzlichtgewitter die Hand geben. Das Bild ging durch die ganze Republik. "Alles Gute und viel Kraft für alles, was kommt, egal wie's auch kommt", soll sie ihm gewünscht haben. Pauli war lange Mitglied der CSU, später der Freien Wähler, einer kleineren Splitterpartei und schließlich parteilos.

Eingeladen, aber nicht anwesend beim großen Empfang am Freitagabend war indes Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Ihre Abwesenheit sorgte für Erstaunen und war Gesprächsthema unter den Promis in der Residenz. Offizieller Grund: Stamm hatte die Festrede bei einem Empfang zeitgleich in Weißenstadt (Oberfranken) bereits zugesagt.

cd

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