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Neumitglieder nach Landtagswahlen: AfD gewinnt - zwei Parteien verlieren deutlich

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Erste Regierungserklärung nach Landtagswahl
Erste Regierungserklärung nach Landtagswahl © dpa / Peter Kneffel

In Wahljahren können sich Parteien üblicherweise über viele neue Mitglieder freuen. Das war dieses Jahr vor allem in Bayern nicht anders - allerdings mit überraschendem Ergebnis.

München - Die Grünen und die AfD in Bayern haben im Landtagswahljahr 2018 deutliche Mitgliederzuwächse verzeichnet. Die CSU dagegen muss wie schon in den Vorjahren mit einem merklichen Minus leben. Das ergab eine dpa-Umfrage bei den Parteizentralen in München kurz vor Weihnachten. Auch bei der SPD ging die Mitgliederzahl demnach zurück. FDP und Freie Wähler legten zu.

Die Grünen, die bei der Landtagswahl am 14. Oktober erstmals zweitstärkste Kraft in Bayern wurden, haben aktuell rund 11 500 Mitglieder. Das sind gut 23 Prozent mehr als zu Jahresbeginn (9300) - was das größte Wachstum in der Geschichte der bayerischen Grünen ist. Möglicherweise wird der Landesverband auch derjenige mit den meisten Eintritten im Jahr 2018 sein - das ist aber noch nicht sicher.

Neueintritte in Partei: Bayrische AfD vergrößert Mitgliederzahl um 30 Prozent

Die bayerische AfD hat derzeit knapp 5300 Mitglieder und Fördermitglieder, zu Jahresbeginn waren es gut 4000 gewesen. Das bedeutet unter dem Strich ein sattes Plus von mehr als 30 Prozent.

Die bayerische FDP legte von knapp 6200 auf 6550 Mitglieder zu. Die Landesvereinigung der Freien Wähler wuchs seit Jahresbeginn von 3200 auf knapp 3500 Mitglieder.

Parteimitglieder: CSU verliert deutlich

Die CSU ist nach wie vor mit weitem Abstand die größte Partei, sie zählt aktuell knapp 138.800 Mitglieder. Anfang des Jahres waren es noch 140.600 gewesen. Es habe zwar mehr Eintritte als Austritte gegeben, aber durch Sterbefälle habe man dennoch eine sinkende Mitgliederzahl, hieß es zur Erklärung aus der CSU-Zentrale.

Das gleiche Problem hat die SPD: Deren Mitgliederzahl ging von 59 300 um 400 auf 58 900 zurück. Das Minus fällt dort etwas geringer aus, weil in den ersten Monaten des Jahres viele Neumitglieder hinzugekommen waren. Damals durften die SPD-Mitglieder abstimmen, ob die SPD in die große Koalition in Berlin eintreten soll oder nicht.

dpa

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