Kraftwerk in Tianjin: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: How Hwee Young/Archiv
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Kraftwerk in Tianjin: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: How Hwee Young/Archiv
Smog in Peking: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
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Smog in Peking: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
An vielen Tagen liegt Peking unter einer dichten Glocke von Smog. Foto: Jason Fan/Archiv
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An vielen Tagen liegt Peking unter einer dichten Glocke von Smog. Foto: Jason Fan/Archiv
Nicht ohne Maske: Eine Anwohnerin geht am Kühlturm eines Kohle-Heizkraftwerks in Shenyang im Nordosten Chinas vorbei. Foto: Mark/Archiv
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Nicht ohne Maske: Eine Anwohnerin geht am Kühlturm eines Kohle-Heizkraftwerks in Shenyang im Nordosten Chinas vorbei. Foto: Mark/Archiv
Smog in Peking: China verbrennt jährlich 17 Prozent mehr Kohle als angenommen. Foto: How Hwee Young/Archiv
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Smog in Peking: China verbrennt jährlich 17 Prozent mehr Kohle als angenommen. Foto: How Hwee Young/Archiv
Nur zu erahnen: Pekings Skyline im allgegenwärtigen Smog. Foto: Diego Azubel/Archiv
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Nur zu erahnen: Pekings Skyline im allgegenwärtigen Smog. Foto: Diego Azubel/Archiv
Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
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Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
Nicht ohne Maske: Atemschutz gehört in Peking mittlerweile zum Alltag. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
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Nicht ohne Maske: Atemschutz gehört in Peking mittlerweile zum Alltag. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv

"New York Times": Chinas CO2-Ausstoß viel höher als gedacht

China ist bereits der Welt größter Klimasünder - mit Abstand. Angeblich stößt das Land aber noch viel mehr CO2 aus als bekannt. Was bedeutet das für den Welt-Klimagipfel?

Washington (dpa) - China stößt laut "New York Times" viel mehr Treibhausgase aus als bisher bekannt. Unter Berufung auf bisher nicht veröffentlichte Daten eines Energiejahrbuchs Chinas aus dem Jahr 2013 schreibt die Zeitung, das Land verbrenne jährlich 17 Prozent mehr Kohle als bisher angenommen.

Allein dadurch entstehe mehr CO2 als die gesamte deutsche Wirtschaft jährlich durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ausstoße.

China produziert bereits weltweit mit Abstand die meisten Treibhausgase. Nach Angaben der "New York Times" liegt der Ausstoß in Wirklichkeit eine Milliarde Tonnen höher: "Auch für ein Land von der Größe Chinas ist diese Korrektur immens."

Die neuen Werte könnten die Verhandlungen auf dem bevorstehenden Welt-Klimagipfel in Paris erschweren. Ende November kommen in Paris die Vertreter von rund 190 Staaten zusammen. Sie wollen durch eine verbindliche Senkung der Treibhausgase die globale Erwärmung begrenzen.

Staatspräsident Xi Jinping hatte angekündigt, sein Land wolle bis zum Jahr 2030 den CO2-Ausstoß gemessen am Wirtschaftswachstum um bis zu zwei Drittel herunterfahren. Dieses Ziel könnte nun infrage stehen.

Der Bericht der "New York Times" zitiert chinesische Energiebeamte und -forscher: Sämtliche Daten und Voraussagen müssten überprüft werden. Die Abhängigkeit Chinas von der Kohle sei gravierend unterschätzt worden, vor allem gelte das für Kraftwerke sowie die Stahl- und Zementproduktion.

Das Milliardenreich China steht vor dem Problem, seine Wachstumsziele zumindest mit einer Deckelung der Umweltverschmutzung in Einklang bringen zu müssen. Immer wieder haben ganze Regionen mit gravierendem Smog zu kämpfen.

Die amerikanische Energiebehörde EIA sehe ihre eigenen Prognosen für China bestätigt, schreibt die "New York Times". Allerdings gibt es auch gegenteilige Befunde. So hatte das Fachmagazin "Nature" im August berichtet, Chinas Emissionen würden überschätzt. Sie hätten 2013 um 14 Prozent niedriger gelegen.

Wie "Nature" weiter schreibt, sei eine genaue Zahl der chinesischen Emissionen vor allem wegen der hohen Zahl kleinerer Minen in dem riesigen Land sehr schwierig zu berechnen.

Der Bericht der "New York Times"

Der Bericht von "Nature"

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