Brand an der Wiesn - Einsatz läuft - Beißender Gestank in der Luft

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Eine Uhr steht zur blauen Stunde in Düsseldorf. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Foto: Lisa Ducret

Sonntag früh kommt Winterzeit

EU-Kommission prüft Abschaffung der Sommerzeit

Die Kritiker werden wieder über Jetlag klagen und feststellen, dass es durch die Winterzeit keine Stromersparnis gibt. Findet die Forderung nach einer Abschaffung Gehör? Die EU-Kommission ist dran.

Braunschweig - Wer am Sonntag wichtige Termine hat, sollte auf keinen Fall vergessen, in der Nacht die Uhr umzustellen. Denn von Sonntagfrüh an gilt in Deutschland die sogenannte normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die im Volksmund einfach Winterzeit heißt. Die Uhren werden um 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Für viele Menschen bedeutet das einfach, eine Stunde länger zu schlafen.

Für die Zeitumstellung verantwortlich ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Mitarbeiter programmieren einen Zeitsender im hessischen Mainflingen, der das Signal zur Umstellung aussendet. "Unsere Experten waren Anfang der Woche vor Ort und haben sichergestellt, dass die Programmierung stimmt und die Stromversorgung läuft", sagte PTB-Sprecher Jens Simon der Deutschen Presse-Agentur. Bislang sei dabei noch nie etwas schiefgegangen.

Die Sonne geht von Sonntag an morgens eine Stunde früher auf und abends eine Stunde früher unter. Eingeführt wurde die Zeitumstellung in Deutschland 1980, um Energie zu sparen.

Berechtigung der Sommerzeit wird durch EU-Kommission geprüft

Die EU-Kommission prüft Forderungen nach einer Abschaffung der Sommerzeit. Die Frage werde derzeit unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen untersucht, bestätigte eine Sprecherin.

Die Sommerzeit, die in diesem Jahr am Sonntag endet, ist seit ihrer Einführung umstritten. Viele Menschen klagen darüber, dass ihnen eine Stunde Schlaf fehlt. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab im Frühjahr, dass rund 47 Prozent der Bundesbürger am Sonntagfrüh den Schlafmangel spüren. 60 Prozent würden die Umstellung gern ganz abschaffen.

Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg schaffte man die Umstellung jedoch wieder ab. Erst 1980 wurde sie mit dem Ziel, das Tageslicht besser zu nutzen, erneut eingeführt. Der Effekt ist jedoch umstritten. Regelungen auf EU-Ebene zur Sommerzeit gibt es seit 1981. Die jüngste stammt aus dem Jahr 2001.

dpa

Infos der PTB

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