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Claudia Möllers, Leiterin der Bayern-Redaktion

Sterbehilfe für lebensmüde Senioren

Kommentar: Grausiger geht es kaum

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Sterbehilfe ist ein höchst umstrittenes Thema. In den Niederlanden soll nun sogar aktive Sterbehilfe für lebensmüde Senioren erlaubt werden. Dazu ein Kommentar von Claudia Möllers. 

Aktive Sterbehilfe ist seit 15 Jahren in den Niederlanden erlaubt. Wenn ein Patient unerträglich leidet, sein Zustand aussichtslos ist, zwei Ärzte die Kriterien überprüft haben. In Deutschland kann allenfalls der assistierte Suizid straffrei bleiben – unter verschärften Bedingungen. Passive Sterbehilfe (Sterbenlassen) durch Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen ist hierzulande nicht strafbar.

So stellen sich die unterschiedlichen Rechtslagen in den beiden Ländern dar. Nun planen die Niederlande aber, die aktive Sterbehilfe auch für lebensmüde alte Menschen zu ermöglichen. Mit der Begründung, auch ohne schwere Krankheit könnten alte Menschen unerträglich leiden. Ja, das mag stimmen. Es gibt sicherlich viele alte Menschen, die Depressionen haben, die in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen. Aber darf die Tötung eines solchen Menschen die Lösung sein?

Schon allein der Gedanke lässt einen erschaudern. Statt einen leidenden alten Menschen ins Jenseits zu befördern, sollten Familien, Staat und Gesellschaft alle Anstrengungen unternehmen, dass die Senioren lebenswert umsorgt werden. Und man denke nur daran, dass sich Oma oder Opa töten lassen könnten, um den Angehörigen nicht zur Last zu fallen. Grausiger geht es kaum.

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