Corona-Impfung
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Niedersachsen plant eine frühere Impfung von Lehrern und Erziehern.

Corona-Schutzimpfung

Neue Verordnung: Bundesland plant Impfung von Lehrkräften und Erziehern - Bund reagiert nicht auf Vorschläge

  • vonAstrid Theil
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Niedersachsen und andere Bundesländer wollen Lehrkräfte und Erzieher früher als geplant impfen. Es wird auf eine Anpassung der Impfverordnung durch den Bund gehofft.

Hannover - Niedersachsen plant Lehrkräfte und Erzieher früher als geplant eine Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen. Darüber berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung am Samstag (20.02.2021) und berief sich auf das Gesundheitsministerium, das bereits konkrete Pläne ausgearbeitet haben soll.

Den Plänen zufolge will sich Niedersachsen gemeinsam mit anderen Bundesländern beim Bund für eine entsprechende Impfordnung einsetzen. Das Ziel dieser Initiative: Gruppen, die laut Priorisierung noch nicht an der Reihe wären, sollen früher geimpft werden.

Zu viele Impfdosen in Niedersachsen - Misstrauen gegen Impfung von „Astrazeneca“

Niedersachsen soll aktuell zu viele Impfdosen auf Lager haben, da viele Betroffene ihren Termin zur Impfung mit dem Mittel von „Astrazeneca“ nicht wahrnehmen. Da Kitas und Schulen möglichst bald geöffnet werden sollen, halten die Verantwortlichen die Impfung von Lehrkräften und Erziehern für einen sinnvollen und notwendigen Schritt.

„Alle Öffnungsszenarien sehen völlig zurecht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor“, sagte die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.  Es sei demnach folgerichtig, die Lehrkräfte und Erzieher „mit einer höheren Priorität als bisher“ zu impfen.

Das Ziel: Änderung der Impfverordnung durch den Bund

Laut Reinemann habe die niedersächsische Landesregierung diesen Plan „schon mehrfach auf Bundesebene vorgetragen“. Man hoffe aktuell auf eine baldige Anpassung der Impfverordnung durch den Bund. Darüber hinaus will Niedersachsen seinen Impfzentren ermöglichen, Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe (Personen unter 65 Jahren) früher zu impfen. Gemeint sind dabei besonders niedergelassene Ärzte und medizinisches Personal, das in Patientenkontakt ist. (dpa/at)

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