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Zum Schutz ungeborener Kälber fordert Niedersachsens Agrarminister Meyer ein Schlachtverbot für trächtige Kühe. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Niedersachsen fordert Schlachtverbot für trächtige Kühe

Hannover (dpa) - Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) fordert ein europaweites Schlachtverbot für trächtige Rinder.

Es müsse ausgeschlossen werden, "dass eine Trächtigkeit im Schlachthof übersehen wird und deshalb ein Fötus erst etliche Minuten nach Öffnen des Bauchraumes des geschlachteten Muttertieres grausam durch Sauerstoffmangel stirbt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Sollte eine europaweit einheitliche Regelung nicht durchzusetzen sein, müsse die Bundesregierung mindestens nationale Regeln für die Schlachtung tragender Tiere erlassen.

Nach Angaben der Tierrechtsorganisation Peta ersticken in Deutschland jedes Jahr 180 000 ungeborene Kälber, während ihre Mütter geschlachtet werden.

Zum Schutz der ungeborenen Kälber sei ein Abgabeverbot hochträchtiger Rinder an Schlachthöfe sowie eine Ausweitung des bestehenden Transportverbots tragender Tiere unverzichtbar, betonte Meyer. Zudem sollten die Sanktionsregelungen verschärft werden. "Ich halte es für zumutbar, dass Halter verpflichtet werden, vor der Abgabe der Rinder zu prüfen, ob diese trächtig sind."

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