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Bewaffnete Männer überfallen Schule: Womöglich Hunderte Kinder entführt - Polizei, Armee und Luftwaffe schreiten ein

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Von: Moritz Bletzinger

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Soldiers of the Chad Army sit on the back of a Land Cruiser at the Koundoul market, 25 km from N‘Djamena, on January 3, 2020, upon their return after a months-long mission fighting Boko Haram in neighbouring Nigeria. Chad has ended a months-long mission fighting Boko Haram in neighbouring Nigeria and withdrawn its 1,200-strong force across their common border, an army spokesman told AFP on January 4, 2020
Nigeria: Nach dem Angriff auf eine Schule helfen Armee und Luftwaffe bei der Suche nach 400 vermissten Kindern. (Symbolbild) © AFP

Eine Gruppe bewaffneter Männer haben eine Schule in Nigeria überfallen. Jetzt werden Hunderte Kinder vermisst. Armee und Luftwaffe helfen bei der Suche.

Kankara - Bewaffnete Männer haben eine Schule im Nordwesten Nigerias gestürmt. Laut BBC-Informationen befanden sich 800 Kinder im Gebäude. Nun werden mehrere Hundert Schüler vermisst. Zeugen berichten, dass viele verschleppt wurden. Etwas mehr als 200 Kinder konnten in Sicherheit gebracht werden. Nach 400 wird jetzt gesucht.

Bei der Attacke auf die Schule in Kankara war es zu einem heftigen Schusswechsel zwischen der Polizei und den Bewaffneten gekommen. Ein Beamter wurde dabei verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden, berichtet die Polizei.

Nigeria: 400 Kindern nach Angriff auf Schule vermisst - Armee und Luftwaffe helfen bei Suche

Armee und Luftwaffe beteiligen sich nun an der Suche nach den vermissten Kindern. Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Lösegelderpresser handelt. Ähnliche Entführungsüberfälle hatte in der Vergangenheit wiederholt die Terrorgruppe Boko Haram verübt. Jedoch haben die Behörden noch kein Bekennerschreiben erhalten. Die Boko Haram versendet das üblicherweise sofort.

Was auf die Tat einer der IS-nahen Terrororganisationen Boko Haram oder ISWAP hindeutet, ist die bedrückende Lage im bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Immer wieder wird es von grauenhaften Attacken erschüttert. Die Parallelen zum jüngsten Angriff sind dabei leider nichts von der Hand zu weisen.

Terror in Nigeria: Boko Haram und ISWAP stürzen Land in Angst

Ende November hatte eine Gruppe bewaffneter Männer auf Motorrädern ein Dorf angegriffen und dabei wahllos Feldarbeiter umgebracht. 110 Todesopfer meldeten die Vereinten Nationen.

Natürlich macht leider auch die Corona-Pandemie vor dem Land keinen Halt. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte jüngst eine erschreckende Prognose für den afrikanischen Kontinent. Die Krise und der Lockdown sorgen in Nigeria für weitere Probleme. Ein massiver Anstieg von Vergewaltigungen war leider zu beobachten. Die Regierung reagierte mit der Einführung einer brutalen Strafe. (moe)

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