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Nigerias Präsident Muhammadu Buhari kämpft gegen die Korruption in seinem Land. 

610 Millionen Euro eingespart

Nigeria streicht 50.000 "Geisterbeamte" von Gehaltsliste

Lagos – Sie wurden zwar formell als Staatsbedienstete geführt und bezahlt, tauchten aber nie bei der Arbeit auf. Jetzt hat die nigerianische Regierung im Kampf gegen die Korruption durchgegriffen.

50.000 sogenannte Geisterbeamte seien im Laufe des Jahres von der Gehaltsliste gestrichen worden,  wie das Präsidialamt in Abuja am Dienstag mitteilte. Damit sollen künftig umgerechnet rund 610 Millionen Euro eingespart werden, sagte ein Regierungssprecher. 

Die Bezüge der nicht-existenten Mitarbeiter flossen in dunkle Kanäle, die Korruptionsfälle betreffen mehrere Behörden. Im Zusammenhang mit dem Betrug wurden nach Angaben des Regierungssprechers Garba Shehu elf Menschen festgenommen. 

Das westafrikanische Land gilt als hoch korrupt. Präsident Muhammadu Buhari, der im vergangenen Jahr zum Staatschef gewählt wurde, hatte der institutionalisierten Korruption den Kampf angesagt. Die Regierung arbeite weiter daran, den Staatsapparat "von Betrug zu befreien".

Erst in der vergangenen Woche hatte Buharis Regierung neue Anreize geschaffen, um Hinweise auf Korruption aus dem Staatsapparat selbst zu bekommen. Sie versprach Whistleblowern aus dem Staatsapparat ihren besonderen Schutz, zudem sollten diese Hinweisgeber als Belohnung bis zu fünf Prozent der ersparten Summe bekommen.

dpa/afp

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