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Immer wieder kommt es vor allem im Norden Nigerias zu Anschlägen der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. So wie hier in Gombe im Dezember. Foto: Stringer/Archiv

Nigerianische Streitkräfte wehren neuen Boko-Haram-Angriff ab

Kano (dpa) - Die nigerianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Angriff der islamistischen Terrororganisation Boko Haram auf die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaats Yobe abgewehrt. Bei den Kämpfen in Damaturu seien fünf Soldaten schwer verletzt worden.

Wie viele Opfer es in der Zivilbevölkerung und unter den Angreifern gab, ist noch unklar, wie das Militär mitteilte. Soldaten beschlagnahmten demnach bei den Kämpfen am späten Freitag Sprengstoff und auch Panzerfäuste.

In der Stadt Maiduguri, rund 130 Kilometer östlich von Damaturu, explodierte am Samstag eine Bombe auf einem Markt. Ein Augenzeuge sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Polizei habe das Gelände weiträumig abgeriegelt. "Ich war in der Nähe des Marktes als sich die Explosion ereignete. Alle rannten schnell, um Schutz zu suchen", sagte Inua Baba. Es war zunächst unklar, ob Menschen verletzt oder getötet wurden. Örtlichen Medienberichten zufolge soll es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben. Die Attentäterin sei nur rund zehn Jahre alt gewesen, zitierte die Zeitung "Premium Times" einen Polizeisprecher.

Der Angriff auf Damaturu wiederum kam nur wenige Tage nach einer Großoffensive der Boko Haram im nahen Bundesstaat Borno rund um die Stadt Baga, bei der Hunderte Menschen ums Leben kamen. Tausende sind vor den Kämpfen geflohen. Amnesty International sprach vom wohl bislang schlimmsten Boko-Haram-Terrorakt in dem ölreichen westafrikanischen Land. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen im Nordosten Nigerias und in den angrenzenden Gebieten Kameruns für die Errichtung eines Gottesstaats.

Nigerianisches Militär auf Twitter zu den Kämpfen in Damaturu

Bericht Premium Times zu Anschlag

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