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Nach dem Terroranschlag in Nizza legen Menschen Blumen an die Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule.

Befürchtung bestätigt sich

Berliner Schüler und Lehrerin unter Opfern von Nizza

Berlin - Ein Attentäter fährt in Nizza mit einem Lkw in eine fröhlich feiernde Menge. 84 Menschen sterben. Nun bestätigt das Bezirksamt von Berlin-Charlottenburg den Tod von zwei Schülern und einer Lehrerin aus Berlin.

Update: Der Live-Ticker zum Anschlag in Nizza.

Nach dem verheerenden Terroranschlag von Nizza mit mindestens 84 Toten bestätigt das Bezirksamt von Berlin-Charlottenburg dass auch zwei Schüler und eine Lehrerin darunter sind. 

"Wir sind zutiefst bestürzt", erklärte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann am Freitag. Aus der Mitteilung ging nicht hervor, ob es sich um Schülerinnen oder Schüler handelte. Berlins Regierender Bürgermeister Michel Müller (SPD) rechnete bereits mit Opfern aus der Hauptstadt. „Wir müssen leider auch davon ausgehen, dass Berliner unter den Opfern sind“, sagte Müller am Freitag am Brandenburger Tor. 

Zum Zeitpunkt des Anschlags von Nizza befanden sich 28 Schülerinnen und Schüler der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in der südfranzösischen Stadt. Auf die Frage nach möglichen Opfern aus der Klasse hatte Schulrätin Ilse Rudnick stets gesagt: „Ich möchte darüber noch nicht reden, weil die Betroffenen erst informiert werden müssen.“ Laut Rudnick waren die Schüler seit Montag auf Kursfahrt in Nizza. Insgesamt hatten sich Klassen aus neun Berliner Schulen in Nizza aufgehalten. Die übrigen Schulen erklärten, dass ihre Schüler in Sicherheit seien. (Mehr Videos zum Anschlag.)

Am Brandenburger Tor war für Freitag und Samstag anlässlich des französischen Nationalfeiertages ein zweitägiges deutsch-französisches Fest geplant. Für Freitag wurde die Feier nahe der französischen Botschaft abgesagt. Samstag sollte das Fest aber stattfinden.

Anschlag mit vielen Toten in Nizza: Bilder des Grauens

Nach dem Anschlag von Nizza schweben nach Angaben von Frankreichs Präsident François Hollande noch rund 50 Menschen in Lebensgefahr. Ein Lastwagen war am Donnerstagabend auf einer Strecke von zwei Kilometern in eine feiernde Menschenmenge auf der berühmten Uferstraße Promenade des Anglais gerast.

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