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Barbarische Islamistenmorde in Nizza: Der geistige Brandstifter heißt Erdogan

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Georg Anastasiadis vor einem Bild aus Nizza mit der Notre-Dame Kirche
Georg Anastasiadis Kommentar zum Anschlag in Nizza © Daniel Cole/AP/dpa / Marcus Schlaf

Die Saat des Hasses ist erneut aufgegangen. Wieder ist Nizza zum Schauplatz eines grausamen islamistischen Verbrechens geworden. Europa darf nicht länger wegsehen. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Kaum einen Tag war es her, dass der türkische Präsident Erdogan mehrere europäische Länder eines „Kreuzzugs“ gegen den Islam bezichtigt hatte. Islamisten in Frankreich haben die Worte aus Ankara offenbar so verstanden, wie sie auch gemeint waren: als Aufruf, sich gegen ihre angeblichen christlichen Unterdrücker zur Wehr zu setzen und den Propheten Mohammed zu verteidigen. In Nizza mussten dafür gestern drei unschuldige Menschen sterben. Eine Frau wurde, wie Tage zuvor schon der Lehrer Samuel Paty, auf grauenvolle Weise enthauptet.

Barbarische Islamistenmorde in Nizza: Der geistige Brandstifter heißt Erdogan

Auf den Terror von vor zwei Wochen reagierte Präsident Emmanuel Macron mit der Verhaftung und Ausweisung führender Islamisten. Doch kann es mit dieser Antwort nicht getan sein. Nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa muss sich den geistigen Brandstiftern zuwenden, die von außen Hass in unsere muslimischen Gemeinden tragen und sie gegen ihr Gastland aufhetzen, an ihrer Spitze der Gernegroß Erdogan. Es ist der blanke Hohn, dass die Türkei nominell immer noch EU-Beitrittsaspirant ist, obwohl ihr Präsident Europa auf jede nur erdenkliche Art angreift. Mal setzt er Kriegsschiffe in der Ägäis in Marsch, mal lässt er sein Militär tausende Migranten an die Grenze schaffen, mal bringt er Europas Muslime gegen ihre Regierungen auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel irrt: Diese Türkei ist kein Partner, schon gar kein verlässlicher. Erdogan behandelt Europa wie einen Gegner, und zwar mit der abgrundtiefen Verachtung, die ein Autokrat wie er, der vor Trump und Putin kuscht, nur Schwächlingen zuteil werden lässt.

Es ist für Europa Zeit, das grundlegend zu ändern und sich klar an die Seite der von Erdogan angegriffenen Franzosen und Griechen zu stellen. Aggressoren beeindruckt man nicht mit Appeasement. Sondern mit Sanktionen und dem klaren Signal, sich nicht alles gefallen zu lassen. Wie viele Weckrufe braucht die EU denn bitteschön noch?

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