+
Im vergangenen Jahr kamen rund 26.000 Menschen aus Marokko, Tunesien und Algerien nach Deutschland.

"Welt":

Nordafrikaner erhalten in Deutschland praktisch kein Asyl

Berlin - Nur 2 von 2605 bearbeiteten Asylanträgen von Bürgern aus Flüchtlinge aus Marokko, Tunesien und Algerien wurden nach einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr positiv beschieden.

In weiteren 53 Fällen wurde Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder subsidiärer Schutz gewährt beziehungsweise ein Abschiebungsverbot festgestellt, schreibt die Zeitung "Die Welt". Sie beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke.

Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber in diese drei Staaten gibt es dem Bericht zufolge kaum. Im ersten Quartal 2016 seien nur 25 Algerier, 18 Marokkaner und 14 Tunesier - also insgesamt 57 Menschen - in ihre Heimat abgeschoben worden, schreibt die Zeitung und beruft sich dabei auf Angaben des Bundesinnenministeriums.

Knapp 100 Menschen seien in andere Länder rückgeführt worden. Freiwillige Ausreisen gebe es in größerem Umfang nur von Algeriern: 4838 von ihnen hätten im ersten Quartal diesen Schritt getan. Dagegen seien es nur 22 Marokkaner und 8 Tunesier gewesen.

Insgesamt seien 2015 rund 26.000 Menschen aus Marokko, Tunesien und Algerien nach Deutschland gekommen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abschaffung von "Obamacare" droht zu scheitern
Washington (dpa) - Der erneute Versuch von Donald Trumps US-Republikanern, die Gesundheitsversorgung seines Vorgängers Barack Obama zu ersetzen, droht zu scheitern.
Abschaffung von "Obamacare" droht zu scheitern
Ticker zu Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen
Wahlkampf-Hölle für die Kanzlerin in München. Angela Merkel wurde am Freitag auf dem Marienplatz massiv ausgebuht. Zum News-Ticker.
Ticker zu Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen
Bundestagswahl 2017: Diese AfD-Politiker könnten in den Bundestag einziehen
Laut den neusten Umfragen wird die AfD bald mit einigen Vertretern im Bundestag mitbestimmen. Wir stellen ihnen vor, welche Kandidaten der Partei dort bald mitbestimmen …
Bundestagswahl 2017: Diese AfD-Politiker könnten in den Bundestag einziehen
Merkel und Seehofer demonstrieren in München Einigkeit
München (dpa) - Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag haben CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer Einigkeit demonstriert.
Merkel und Seehofer demonstrieren in München Einigkeit

Kommentare