fluechtlinge-grenze-mazedonien-afp
1 von 1
Die Lage an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien spitzt sich zu.

Übergang nach Mazedonien weitgehend geschlossen

Nordgriechische Grenze: Bald 7000 Flüchtlinge

Athen - Bis zum Samstagabend wird die Zahl der Flüchtlinge und Migranten an der griechisch-mazedonischen Grenze auf 7000 Menschen steigen.

„Im Moment sind rund 5500 Menschen hier in Idomeni, doch weitere Flüchtlinge sind zu Fuß und per Bus unterwegs in den Norden“, sagte Gemma Gillie, Sprecherin der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmittag.

Der staatliche griechische Fernsehsender ERT berichtete von weiteren 1500 Menschen, die den Grenzort Idomeni bis zum Abend erreichen könnten. Das Auffanglager direkt am Grenzübergang ist nur für 1500 Menschen insgesamt ausgelegt.

„Noch haben wir die Lage im Griff, was die Versorgung der Menschen betrifft“, sagt Gemma Gillie. „Viele mussten im Freien übernachten, es hat geregnet, aber wir konnten bisher ausreichend Regenjacken, Decken, Nahrungsmittel und Wasser verteilen.“

Die weitere Entwicklung hänge auch davon ab, ob Mazedonien die Grenze doch noch zwischenzeitlich öffne. Das Nachbarland hält den Grenzübergang seit Tagen weitgehend geschlossen und lässt nur hin und wieder syrische und irakische Staatsbürger passieren; seit Freitagmorgen ist die Grenze völlig dicht.

dpa

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Wahlen in Palästinensergebieten bis Ende 2018 angekündigt
Jahrelang bekämpften sich Hamas und Fatah. Nun sind die beiden Palästinenser-Organisationen auf Versöhnungskurs. Bis Ende nächsten Jahres soll es Wahlen geben - die …
Wahlen in Palästinensergebieten bis Ende 2018 angekündigt
Myanmar und Bangladesch einigen sich auf Rohingya-Rückkehr
Es ist laut UN die am schnellsten wachsende humanitäre Krise der Welt. Nun könnte sie bald vorbei sein: Myanmar hat sich bereit erklärt, die Rohingya, die zu …
Myanmar und Bangladesch einigen sich auf Rohingya-Rückkehr
Polizei stürmt australisches Flüchtlingslager in Manus
Australien möchte keine Bootsflüchtlinge im eigenen Land haben. Bei der Räumung eines geschlossenen australischen Auffanglagers in Papua-Neuguinea soll es nun zu …
Polizei stürmt australisches Flüchtlingslager in Manus
Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie
Nach dem Rücktritt von Präsident Mugabe übernimmt der Nachfolger schnell die Geschäfte. Doch ein radikaler Umbruch in Simbabwe scheint unwahrscheinlich: "Das Krokodil" …
Mugabes Nachfolger Mnangagwa verspricht Jobs und Demokratie

Kommentare