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Beziehungen zerrüttet

Erneute Eskalation: Nordkorea verspottet Trump

Im Verhältnis zwischen den USA und Nordkorea bahnt sich eine neue Eskalationsstufe an. In einer Parteizeitung wird US-Präsident Trump verspottet. 

Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump als "Psychopathen" bezeichnet. Trump befinde sich innenpolitisch in einer "schwierigen Situation" und erwäge daher einen Präventivschlag gegen Nordkorea, um von seinen Problemen in den USA abzulenken, hieß es am Donnerstag in einem Leitartikel in der kommunistischen Parteizeitung "Rodong Sinmun". Südkorea müsse erkennen, dass es "in einer Katastrophe enden" werde, wenn das Land "dem Psychopathen Trump" folge.

Der Fall Warmbier oder auch das nordkoreanische Atomprogramm: Die Beziehungen der Länder sind angespannt

Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind derzeit äußerst angespannt. Hintergrund ist das umstrittene nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm. Für zusätzliche Spannungen sorgte zuletzt der Tod des US-Studenten Otto Warmbier. Der Student saß rund eineinhalb Jahre in Nordkorea in Haft und fiel dort ins Koma. Kurz nach seiner Überstellung in die USA starb er.

Schon vor dem Tod Warmbiers hatte Trump wiederholt gewarnt, die USA würden notfalls im Alleingang militärisch gegen Nordkorea vorgehen, um das Atomprogramm zu stoppen. Nach dem Tod des Studenten verurteilte Trump das "brutale Regime" in Pjöngjang und erklärte, er sei entschlossen, künftig "derartige Tragödien zu verhindern".

Der mittlerweile verstorbene US-amerikanische Student Otto Warmbier während einer Anhörung in Nordkorea. 

Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In machte ebenfalls Nordkorea für den Tod des US-Studenten verantwortlich. "Ich denke, wir müssen nun die Ansicht vertreten, dass Nordkorea ein irrationales Regime ist", sagte er dem US-Fernsehsender CBS. Im Gegensatz zur Vorgängerregierung hat sich Moon bislang für einen Dialog mit dem verfeindeten Norden ausgesprochen. Moon wird in der kommenden Woche zu einem Besuch in Washington erwartet.

afp

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