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Bereits am 4. März hat Nordkorea einen Rakete an der Ost-Küste des Landes abgefeuert. 

Drohgebärden

Nordkorea feuert erneut Rakete ab

Nordkorea hat erneut eine Kurzstreckenrakete abgefeuert. Die Rakete sei am Freitag in Sondok an der Ostküste des Landes abgeschossen worden, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit.

Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, flog die Rakete hundert Kilometer weit und stürzte dann ins Japanische Meer.

Pjöngjang hatte in den vergangenen Wochen trotz eines internationalen Verbots mehrfach Raketen abgefeuert. Der Raketentest am Freitag erfolgte, während in Washington über das nordkoreanische Atomprogramm beraten wurde. US-Präsident Barack Obama kam vor dem offiziellen Beginn eines Atomgipfels mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe zusammen. Auch eine Unterredung mit Chinas Präsident Xi Jinping drehte sich um Nordkorea.

Nach dem Gespräch mit Park und Abe sagte Obama, es sei wichtig, dass die internationale Gemeinschaft die gegen Nordkorea verhängten scharfen UN-Sanktionen auch umsetze. Pjöngjang müsse von seinen Provokationen abgehalten werden. Nach seiner Unterredung mit Chinas Präsident Xi sagte Obama, beide seien fest entschlossen, eine "Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel" und die Anwendung der UN-Sanktionen zu erreichen.

Vier Atomwaffentests in zehn Jahren

Nordkorea hatte im Januar seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Seither folgten mehrere weitere Raketentests, die ebenfalls gegen UN-Resolutionen verstießen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss Anfang März die bislang schärfsten Sanktionen gegen das abgeschottete kommunistische Land.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kündigte trotzdem an, "in Kürze" einen neuen Atomwaffentest vorzunehmen. Er drohte zudem mit einem präventiven Atomschlag.

Am Freitag beschwerte sich Südkorea zudem über nordkoreanische Angriffe auf das Satellitenortungssystem GPS. Nach Angaben des Wiedervereinigungsministeriums in Seoul waren Flugzeuge und Schiffe von den Störsignalen betroffen. Wie Yonhap unter Berufung auf die Küstenwache berichtete, mussten am Freitagmorgen rund 70 Fischerboote wegen Problemen mit ihren Navigationssystemen in die Häfen zurückkehren.

Hintergrund der jüngsten Eskalation ist offenbar das jährlich stattfindende gemeinsame Militärmanöver Südkoreas mit den USA. An der seit Anfang März laufenden knapp zweimonatigen Übung beteiligen sich mit 300.000 südkoreanischen und 17.000 US-Soldaten diesmal so viele Soldaten wie noch nie.

Erst im März hat Nordkorea in einem neuen Propagandavideo einen Atomangriff auf die USA simuliert.

dpa

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