Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (Archivbild)
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (Archivbild)

„Dekadenter“ westlicher Einfluss

Skurriler Bericht: Kim Jong-un verbietet offenbar Skinny-Jeans und Vokuhila

  • Cindy Boden
    VonCindy Boden
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Kim Jong-un will jeden Einfluss aus dem Ausland, vor allem aus dem Westen, so gut es geht vermeiden. Zu diesem Zweck soll er jetzt eine ganze Reihe „kapitalistischer“ Gegenstände verboten haben.

Pjöngjang - Was in Nordkorea tagtäglich passiert, ist im Detail nicht wirklich bekannt. Offensichtlich ist aber: die Abgrenzung zum Westen soll so groß und der Einfluss aus dem Ausland so klein wie möglich gehalten werden. Berichten zufolge verbietet Diktator Kim Jong-un den Nordkoreanern nun sogar Skinny-Jeans und das Tragen einiger Frisuren.

Verbote in Nordkorea: Röhrenjeans als Zeichen der „Invasion des kapitalistischen Lebensstils“

Der Machthaber fürchte den „dekadenten“ westlichen Einfluss auf die Jugend des Landes, berichten der britische Mirror und der Daily Express. Sie zitieren Passagen der staatliche Zeitung Rodong Sinmun in Nordkorea, ein Organ der regierenden Arbeiterpartei des Staates. Zerrissene und enge Röhrenjeans würden als Zeichen der „Invasion des kapitalistischen Lebensstils“ angesehen.

„Wir müssen uns vor den geringsten Anzeichen des kapitalistischen Lebensstils in Acht nehmen und darum kämpfen, sie loszuwerden“, heißt es zudem. Die Geschichte habe gelehrt, „dass ein Land verwundbar werden und schließlich wie eine feuchte Wand zusammenbrechen kann, unabhängig von ihrer Wirtschafts- und Verteidigungskraft, wenn wir nicht an unserem eigenen Lebensstil festhalten“. Die Zeitung habe vor allem junge Menschen gewarnt, sie seien von dem „exotischen“ Lebensstil des Kapitalismus beeinflussbar.

Kim Jong-un lässt nur noch 15 verschiedene Haarschnitte in Nordkorea zu

Laut Daily Express sind „nicht-sozialistische Frisuren“ wie der Vokuhila in dem asiatischen Land verboten. Die Frisur, bei der die Haare vorn kurz und im Nacken länger getragen werden, war vor allem in den 1980er Jahren modern und kommt bis heute in Abwandlungen auf der Welt immer mal wieder vor. Gefärbte Haare seien ebenfalls verboten worden, wodurch am Ende dem Bericht des Daily Express zufolge somit nur noch 15 verschiedene Haarschnitte erlaubt sind.

Doch das ist noch nicht alles: Auch auf der Verbotsliste stehen angeblich auch Piercings und mit Slogans bedruckte T-Shirts. Gegen Popmusik etwa aus Südkorea werde ebenfalls vorgegangen. Bei Verstößen drohen strenge Strafen. Derartige Verbote werden als Zeichen gedeutet, dass Kim Jong-un zunehmend Angst empfindet, dass sein Regime zusammenbricht. (cibo)

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