Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un

„Feste Einheit“

Nordkorea: Kim Jong Un will Beziehungen zu China ausbauen

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die strategische Bedeutung der Beziehungen zu China für sein Land unterstrichen.

Pjöngjang - In einer Grußbotschaft an den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping zum 100. Gründungstag der Kommunistischen Partei Chinas am Donnerstag betonte Kim die Verbundenheit beider Nachbarländer durch „den Glauben an die sozialistische und kommunistische Sache“. Die nordkoreanische Arbeiterpartei und die KP Chinas bildeten eine „feste Einheit“, wurde Kim von den Staatsmedien zitiert. Diese Geschlossenheit werde die Freundschaft beider Länder „zu einem neuen strategischen Punkt erheben, wie es die Zeit verlangt“.

Kim verteidigte die KP Chinas zugleich gegen Druck aus dem Ausland. Feindselige Kräfte versuchten, durch „bösartige Verleumdungen“ umfassenden Druck auf die KP auszuüben. Dies stelle jedoch nicht mehr als eine letzte Anstrengung dar, um den Fortschritt des chinesischen Volks zu stoppen. Beobachter sahen in den Worten Kims eine Anspielung auf die angespannten Beziehungen Chinas zu den USA.

China ist der wichtigste Verbündete des international isolierten Nordkoreas. Mehr als 90 Prozent seines Handels entfallen auf das große Nachbarland. Der Pakt über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand von 1961 gilt als eine Grundlage der Beziehungen. Allerdings hat Nordkorea in den vergangenen Jahren mit seinen eigenen Atomtests auch immer wieder das Verhältnis zu Peking strapaziert. Die Sanktionsbeschlüsse des UN-Sicherheitsrats gegen Pjöngjang wegen der Tests wurden auch von der Vetomacht China mitgetragen. (dpa)

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