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Beim umtrittenen Raketenstart in Nordkorea gibt es technische Probleme.

Technische Schwierigkeiten

Nordkorea: Iran hilft angeblich bei Raketenstart

Seoul - Nordkorea lässt sich mehr Zeit für die Vorbereitungen für seinen umstrittenen Raketenstart. Angeblich helfen iranische Experten bei der Behebung technischer Fehler.

Trotz internationaler Kritik und technischer Probleme will Nordkorea die Vorbereitungen für seinen umstrittenen Start einer neuen Weltraumrakete vorantreiben. Das staatliche Komitee für Raumfahrttechnologie teilte am Montag mit, der mögliche Zeitraum für den Start sei aufgrund eines technischen Fehlers um eine Woche verlängert worden. Das am Montag geöffnete Startfenster soll jetzt bis zum 29. Dezember offen bleiben, statt bis zum 22. Dezember. Bei der Behebung technischer Probleme könnte Nordkorea nach Medienberichten Hilfe aus dem Iran erhalten.

Ein „technischer Fehler“ in der Steuereinheit des Triebwerks in der ersten Raketenstufe sei Grund für die Änderung, wurde ein Komiteesprecher von den nordkoreanischen Staatsmedien zitiert. Man sei aber in der Endphase der Vorbereitungen. Am Sonntag hatte der Ausschuss lediglich erklärt, die Techniker prüften eine Verschiebung. Die dreistufige Rakete ist nach Berichten südkoreanischer Medien an der Abschussrampe Sohae an der Westküste bereits aufgerichtet.

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Auch von Warnungen der USA, Südkoreas und anderer Staaten ließ sich Nordkorea bisher nicht von dem Vorhaben abbringen, das zeitlich mit dem ersten Todestag des früheren Machthabers Kim Jong Il am 17. Dezember zusammenfällt. Die Länder sehen in dem Start den Test einer Interkontinentalrakete. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe.

Nordkorea spricht von einer Satelliten-Trägerrakete. Im April war ein Raketentest fehlgeschlagen. Auch damals wollte Nordkorea nach eigenen Angaben einen kleinen Satelliten ins All schießen. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Start aufs Schärfste kritisiert.

Die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ berichtete, die USA und Südkorea hätten Hinweise, dass iranische Raketenexperten vor kurzem heimlich in Nordkorea eingereist seien und sich jetzt an der Startrampe in Sohae aufhielten. Nordkorea habe sie vermutlich nach dem missglückten Start im April eingeladen, um Hilfe bei technischen Problemen zu erhalten.

„Die Raketen-Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und dem Iran, die in den 1980er Jahren begann, scheint umfassender zu sein als angenommen“, wurde ein Regierungsbeamter in Seoul zitiert.

dpa

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