News-Ticker: Barcelona-Anschlag: Vierter Verdächtiger von der Polizei festgenommen

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Kim Jong Nam war im Februar im Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur angegriffen worden und kurze Zeit später gestorben. 

„Höhe an Absurdität“

Nordkorea: Giftgas-Behauptung im Mordfall Kim Jong Nam absurd

Pjöngjang - Trotz belastender Beweise weist Nordkorea Anschuldigungen zurück, zwei Agentinnen beauftragt zu haben, Kim Jong Nam, den Halbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, getötet zu haben. 

Der Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un war am 13. Februar im Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur angegriffen worden und kurze Zeit später gestorben. Nordkoreas staatliche Medien äußerten am Mittwoch Zweifel, dass die Todesursache durch das Nervengift VX klar nachgewiesen worden sei. Sie vermieden dabei erneut, Kim Jong Nam beim Namen zu nennen, sondern identifizierten das Opfer als einen Nordkoreaner namens Kim Chol - ein Pseudonym, das Kim bei seinen Reisen verwendet hatte.  

Malaysia erhob am Mittwoch gegen die beiden mutmaßlichen Attentäterinnen Anklage. Den beiden jungen Frauen aus Indonesien und Vietnam wird vorgeworfen, Kim mit VX vergiftet zu haben. Das Gift wird von den UN als Massenvernichtungsmittel eingestuft. Südkorea beschuldigt das Regime in Nordkorea, hinter dem Mord an dem 45-Jährigen zu stecken. Die jungen Frauen glaubten nach eigenen Angaben an einen Scherz mit Babyöl für eine Fernsehshow beziehungsweise einen Auftritt für ein Comedy-Video.

Es sei „die Höhe an Absurdität“, zu behaupten, dass eine Person, die das hochgiftige Gift VX gegen einen anderen Menschen eingesetzt habe, selber ohne Schaden davongekommen sei, hieß es in Nordkorea. Die Substanz sei bereits in winzigen Mengen tödlich, sobald sie eingeatmet werde oder mit der Haut in Berührung komme. Südkorea und den USA wurde vorgeworfen, eine Schmierenkampagne gegen Nordkorea zu führen. Südkorea habe von Anfang an ein Gerücht verbreitet, wonach Kim Chol von zwei nordkoreanischen Agentinnen vergiftet worden sei.    

dpa

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