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Das Video zeigt, wie eine Rakete das Kapitol in Washington trifft und dieses daraufhin explodiert

Neuer Propaganda-Film

Nordkorea: Video zeigt Anschlag auf US-Kapitol

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Pjöngjang - Nordkorea hat ein weiteres Propaganda-Video veröffentlicht. Dieses Mal zeigt es einen Anschlag auf das Kapitol in Washington und nimmt das Weiße Haus ins Visier. Unterlegt ist das Video mit einer Drohung.

Erst vor Kurzem hat Nordkorea einen Propaganda-Film veröffentlicht, der eine Attacke auf die USA zeigte. In dem Video regneten Raketen auf eine Stadt in den USA nieder, die daraufhin in Flammen aufging. Das Video musste jedoch aus dem Netz genommen werden, nachdem der Computerspielhersteller Activision sein Urheberrecht verletzt sah, weil die Szenen zumindest zum Teil aus dem PC-Spiel "Call of Duty" geklaut worden waren.

Auch das Weiße Haus ist zu sehen - durch ein Fadenkreuz

Jetzt legt Nordkorea mit einem neuen Propaganda-Video mit dem Titel "Feuerstürme werden auf das Hauptquartier des Krieges niedergehen" nach: Eine recht billig aufbereitete Animation zeigt, wie eine Rakete das Kapitol in Washington explodieren lässt. Auch das Weiße Haus ist in dem etwa vier Minuten langen Film zu sehen - durch ein Fadenkreuz. Eine Stimme aus dem Off sagt einem Bericht von cnn.com zufolge dazu: "Das Weiße Haus wurde von unserer Langstreckenrakete ins Visier genommen und die Hauptstadt des Krieges liegt innerhalb der Reichweite unserer Atombombe."

Zuvor werden vor allem amerikanische Jets und Bomber oder Flugzeugträger gezeigt, um die USA als bedrohliche Atommacht darzustellen, die es auf Pjöngjang abgesehen hat, schreibt die britische Nachrichtenseite mirror.co.uk. Daraufhin wird gezeigt, wie das nordkoreanische Militär mit allen verfügbaren Waffen, Kanonen und Panzern zurückschießt. Das Video ist auf dem offiziellen YouTube-Kanal der nordkoreanischen Regierung abrufbar. Insgesamt haben es dort bisher 8.845 Menschen gesehen. Kommentare gibt es aber noch nicht.

Das ist Nordkorea

Das ist Nordkorea

Nach Aussagen von Experten ist Nordkorea derzeit noch Jahre davon entfernt, die USA mit atomaren Raketen treffen zu können. Das hält das Land unter Diktator Kim Jong Un jedoch nicht davon ab, jede Woche neue Drohungen auszustoßen. Pjöngjang reagiert damit unter anderem auf das jährlich stattfindende amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver und den wachsenden internationalen Druck wegen seines Atomwaffenprogramms.

Vor etwa einer Woche besuchte Machthaber Kim Jong Un deshalb die Truppen an der Front und erteilte den Befehl, "die Hüften der verrückten Feinde zu brechen, ihre Luftröhre durchzuschneiden und ihnen deutlich zu zeigen, was ein wirklicher Krieg ist", falls es dafür auch nur den geringsten Anlass geben sollte.

mm

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