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Nostradamus hat die Zukunft vorhergesagt - und soll vor Donald Trump gewarnt haben.

Düstere Vorhersagen - und was dahintersteckt

Nostradamus-Prophezeiungen: Ist Trump der dritte Antichrist nach Hitler?

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Washington - Wenn Donald Trump vereidigt wird, beginnt für Fans vom Hellseher Notradamus eine harte Zeit. Denn für sie ist klar: Trump bringt Unheil über die Menschheit.

Schon im 16. Jahrhundert will er die Zukunft vorhergesehen haben: Michel de Nostredame, auf Lateinisch Nostradamus. Seit Jahrhunderten klammern sich Menschen an seine Vorhersagen. Das geht vor allem deshalb sehr gut, weil die Texte meistens sehr vage, in manchen Punkten aber auch sehr spezifisch sind. Legt man sich auf einen Text fest, so findet man garantiert Bezüge auf die heutige Zeit, die aus der Beschreibung eines Menschen vor vielen hundert Jahren passen können. So auch zu Donald Trump.

Nostradamus soll Trump vorhergesehen haben

Für viele Menschen gilt der neue US-Präsident als verrückt, grausam, böse. Und sie finden bei Nostradamus mögliche Beweise für den Niedergang, der mit Trump auf uns zu kommt:

„Die Republik von der großen Stadt, auf große Strenge will sie nicht einwilligen: Der König geht hinaus begleitet von Trompeten, die Leiter an der Mauer wird die Stadt bereuen.“ (Centurie III/50)

Was zunächst keinen Sinn ergibt, erklären Nostradamus-Anhänger im Internet: Mexiko sei ursprünglich ein Stadtstaat gewesen. Trump will mit dem Land härter umspringen und eine Mauer bauen. Und dazu kommt die Bedeutung von Trompete: Früher war das englische Wort für Trompete – Trump. Noch ein Beispiel gefällig?

„Die falsche Trompete, die Wahnsinn versteckt, wird Byzanz dazu bringen, seine Gesetze zu ändern. Aus Ägypten wird ein Man hingehen, der das Gesetz zurücknehmen will, und dabei Geld und Standards ändert.“ (Centurie I/40)

Die Trompete steht wieder für Trump. Byzanz ist heute Griechenland oder die Türkei. Vielleicht gehe es um die Flüchtlinge, mutmaßen Nostradamus-Fans. Wenn sie nicht mehr Richtung Europa kommen, flüchten sie vielleicht nach Süden – Richtung Ägypten. Dass das dem Präsidenten dort nicht gefällt, ist klar. Und am Ende kollabiert eine Währung. Harter Tobak.

Aber was ist dran? Der US-Fernsehsender History Channel hat zu Nostradamus‘ Prophezeiungen zu Donald Trump eine ganze Sendung gemacht - die man hier nachsehen kann: 

Napoleon, Hitler - jetzt Trump?

Zur Sprache kommt auch eine weitere Prophezeiung, in der Nostradamus drei Antichristen ankündigt. Für viele Menschen, sind die ersten beiden klar: Napoleon und Hitler. Jetzt könnte der dritte in Gestalt von Donald Trump kommen, sagen sie.

Die Zeitung New York Daily News macht Trump auf ihrem Cover bereits zum „Antichristen“. Am Anfang werde er als Messias gefeiert, dann stellt er sich als Teufel heraus: 

Anlass für das Cover war ein Streit mit Papst Franziskus. Der hatte gegenüber Reportern gesagt: „Eine Person, die daran denkt, Mauern anstatt Brücken zu bauen, ist nicht christlich.“ Trump hatte darauf geantwortet: „Für einen religiösen Führer ist es beschämend, den Glauben einer Person in Frage zu stellen.“ 

Tatsächlich wird Trump in manchen Kreisen als Messias gefeiert. Sein designierter Stabschef Reince Priebus verschickte vor Weihnachten eine Pressemitteilung, in der er schrieb: „Wie die drei Weisen aus dem Morgenland es damals taten, so bringt uns diese Weihnachtszeit die Möglichkeit, die frohe Kunde eines neuen Königs zu feiern.“ Zwar stritt er später ab, dass er damit Trump meinte. Aber der Eindruck drängt sich auf. 

Stimmen die Prophezeiungen?

Ob Nostradamus eecht hat, ist Ansichtssache. Viele Ereignisse lassen sich im Nachhinein so deuten, als hätte er sie vorhergesehen – wenn man das denn will. Was aber sehr stark an Nostradamus unklarer Sprache liegt. Der deutsche Philosoph Max Dessoir sagte einmal: „Das Wunder bei Nostradamus ist nicht sein Text, sondern die Auslegekunst seiner Erklärer.“

Im Video: Trumps Amtseinführung ohne Superstar-Lineup

SnackTV

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Kommentare

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DocH
(0)(0)

Die Schriften von Nostradamus sind keine Prophezeiungen, sondern die Agenda der Jesuiten.

Lothar W. PawliczakAntwort
(0)(0)

Braucht man dazu einen Autor aus dem 16. Jahrhundert?

Lothar W. Pawliczak
(0)(0)

Daß sich Journalisten überhaupt mit solchem Mumpitz befassen ...
Ich schlage vor, sich doch mal die Stücke von Shakespeare vorzunehmen und herauszufinden, mit welchen versteckten Aussagen er zutreffend die Zukunft - will sagen: unsere Gegenwart - vorausgesagt hat. Man kann natürlich auch jeden beliebigen anderen Autor nehmen: Es muß nur genug Zeit vergangen sein, seitdem er geschrieben hat.
Man könnte freilich auch Gemälde und Zeichnungen, Architekturornamente und Skulpturen nach geheimen Zukunftszeichen durchforsten. Am besten aber ist es, man drückt sich so verschwurbelt aus, daß man später selbst hinterher behaupten kann, alles schon vorher gewußt zu haben.