+
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) will auch potenziell Gefährliche Kinder registrieren lassen. Foto: Rolf Vennenbernd

Mindestalter für Überwachung

NRW-Innenminister will Kinder von IS-Kämpfern registrieren

Düsseldorf (dpa) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) warnt vor potenziell gefährlichen Kindern zurückkehrender Dschihadisten und fordert deren Registrierung.

Er verwies in der "Rheinischen Post" (Freitag) auf Videos von Tötungen durch Minderjährige und sagte, die Grundannahme des Strafrechtes sei widerlegt, dass Kinder unter 14 Jahren nicht gefährlich sein könnten. "Wir müssen einen Weg finden, auch die Personen unter 14 Jahren zu erfassen - da darf es keine Denkverbote geben."

Die bisherige große Koalition von Union und SPD im Bund hatte das Mindestalter für eine Überwachung von 16 auf 14 Jahre gesenkt. Die CSU sprach sich im vergangenen Sommer im Bundestagswahlkampf dafür aus, in bestimmten Fällen auch Jüngere vom Verfassungsschutz beobachtet zu lassen. Sie erntete dabei heftige Kritik unter anderem von der SPD. Bundesverfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sprach im Dezember darüber, wie die Terrormiliz IS auch Kinder einer Gehirnwäsche unterziehe, und dass die Rückkehr der Familien mancher Kämpfer beobachtet werde.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Maybrit Illner: Heftiger Nazi-Zoff zwischen Gauland und Göring-Eckardt 
Maybrit Illner hatte zu einer ZDF-Spezialsendung zum Thema „Neustart ohne Merkel - wer wird gewinnen und wer verlieren?“ eingeladen, die zu einer AfD-Spezialsendung …
Maybrit Illner: Heftiger Nazi-Zoff zwischen Gauland und Göring-Eckardt 
„Gefährlich!“: ARD-„Tagesthemen“-Kommentator warnt Merkel
Wie soll sich Deutschland in einem Europa der Eigeninteressen verhalten? Ein „Tagesthemen“-Kommentator hat einen kontroversen Vorschlag - und warnt Angela Merkel vor …
„Gefährlich!“: ARD-„Tagesthemen“-Kommentator warnt Merkel
Seehofer nennt Rücktritts-Zeitpunkt - Merkel sendet ihm Facebook-Botschaft
Als CSU-Chef will er abtreten, als Innenminister wohl noch nicht: Horst Seehofer hat mit seiner Ankündigung einmal mehr viele überrascht. Am Freitag ist er nun konkret …
Seehofer nennt Rücktritts-Zeitpunkt - Merkel sendet ihm Facebook-Botschaft
AfD-Spitze stellt sich in Spendenaffäre hinter Weidel
Eine Spendenaffäre erschüttert die AfD. Fraktionschefin Weidel sieht sich zu Unrecht beschuldigt. Dagegen äußert die FDP einen schweren Verdacht.
AfD-Spitze stellt sich in Spendenaffäre hinter Weidel

Kommentare