Trotz Forderung der Grünen

Kraft sieht keine Notwendigkeit für Kohleausstiegsplan

Düsseldorf - Fossile Kraftwerke seien auf Sicht noch unerlässlich für einen Plan zum schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung, sagt die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sieht trotz entsprechender Forderungen der Grünen keine Notwendigkeit für einen Plan zum schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Fossile Kraftwerke seien auf Sicht noch unerlässlich zur Sicherung der Energieversorgung, sagte die SPD-Politikerin dem „Handelsblatt“ (Dienstag).

Sie könne sich vorstellen, dass das letzte Kohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen etwa 2050 vom Netz gehe, sagte Kraft. Denn etwa in diesem Zeithorizont ende auch der Braunkohleabbau. Die Bundestags-Grünen hatten zu Jahresbeginn unter anderem aus Klimaschutzgründen einen schnellen Ausstieg aus dem Kohlestrom in 15 bis 20 Jahren gefordert.

Die Debatte über einen Kohleausstieg ist auch Thema bei der „Handelsblatt“-Jahrestagung von diesem Dienstag bis Donnerstag in Berlin. Dabei wollte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Zukunft der Energiewende sprechen. Große Teile der SPD vor allem in Nordrhein-Westfalen lehnen einen Kohleausstieg parallel zum Atomausstieg strikt ab.

dpa

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