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Das Weiße Haus in Washington.

NSA-Affäre: Kanzleramts-Delegation im Weißen Haus

Washington/Berlin - Nach dem US-Spähangriff auf das Handy von Kanzlerin Angela Merkel kommen Spitzenbeamte aus dem Kanzleramt am Mittwoch mit Vertretern der US-Regierung zusammen.

Von dem Treffen erhofft sich die deutsche Seite weitere Aufklärung, hieß es in Berlin. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa strebt die Bundesregierung mittelfristig ein bilaterales Abkommen an, bei dem die US-Seite unter anderem zusagt, auf die Ausspähung von Regierung, Behörden und diplomatischen Vertretungen zu verzichten.

Ziel sei es, eine maßlose Überwachung durch US-Geheimdienste zu verhindern und den Datenschutz sowie die Privatsphäre der Bundesbürger sicherzustellen, hieß es in Berlin weiter. Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates von US-Präsident Barack Obama, Caitlin Hayden, hatte der dpa das Treffen bestätigt.

Höchste Vertreter auf deutscher Seite sind der außenpolitische Berater der Bundeskanzlerin, Christoph Heusgen, sowie Geheimdienst-Koordinator Günter Heiß. Auf US-Seite nehmen laut Hayden die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice, der Geheimdienstdirektor James Clapper sowie Obamas Antiterror-Beraterin Lisa Monaco an den Gesprächen teil.

Indes scheinen die US-Geheimdienstchefs den Spieß um die Spionagevorwürfe offenbar umdrehen zu wollen: Nicht nur verteidigen sie ihre Spähprogramme, sondern beschuldigen Europa der Bespitzelung der Amerikaner - auch Deutschland werden Vorwürfe gemacht.

dpa

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