+
So geht Transparenz: Die NSA schreibt ihre offenen Stellen per Anzeige auf der Homepage aus.

Echtes Stellengesuch

"Optimistisch, hartnäckig": NSA sucht Pressesprecher

Washington - Der US-Geheimdienst NSA hat durch seine weltweite Spionage an Ansehen verloren. Nun sucht er per Stellenanzeige einen neuen Pressesprecher - mit kuriosen Anforderungen.

Der US-Militärgeheimdienst NSA späht weltweit Millionen Telefone, Handys und Computer aus - doch vom neuen Pressesprecher wird jetzt „standhaftes Engagement zum Schutz der Privatsphäre und der Bürgerrechte“ verlangt. Das geht zumindest aus dem Stellengesuch der Behörde hervor. Auch sonst wird einiges erwartet: Der neue Sprecher müsse „alle Pflichten in völliger Übereinstimmung mit dem Gesetz ausführen“, zu Überstunden bereit und mit gelegentlichen Reisen einverstanden sein.

Dafür ist die Bezahlung beachtlich: Bis zu 175 000 Dollar (132 000 Euro) im Jahr, der offizielle Titel des Sprechers lautet „Director for Strategic Communications“. Auch an die weltweite Kritik an der NSA (National Security Agency) und die damit verbundenen Herausforderungen ist offenbar gedacht: Verlangt werden etwa Kenntnisse im Krisenmanagement sowie Stress-Resistenz. Der Bewerber müsse dabei „optimistisch und hartnäckig bleiben“.

Hauptaufgabe des Bewerbers ist es der Ausschreibung zufolge, die neue PR-Strategie der NSA zu verkaufen. Ausdrücklich wird dabei auf die Forderung von Präsident Barack Obama nach „größerer Transparenz„ verwiesen. Bewerber müssen Amerikaner oder Amerikanerinnen sein und sich einem Drogentest unterziehen.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Maas mahnt SPD: „Dürfen es uns nicht so einfach machen wie die FDP“
Die Sondierungen zwischen Union und SPD sind beendet. Eine Neuauflage der GroKo steht bevor. Vor den Koalitionsverhandlungen muss die SPD die Ergebnisse aber noch durch …
Maas mahnt SPD: „Dürfen es uns nicht so einfach machen wie die FDP“
Spätere Machtübergabe an Söder? Seehofer irritiert eigene Partei
Bleibt es doch nicht beim „ersten Quartal“? Bis März wollte der Horst Seehofer eigentlich den Posten des Ministerpräsidenten an Markus Söder abtreten. Nun soll CSU-Chef …
Spätere Machtübergabe an Söder? Seehofer irritiert eigene Partei
Juden in Frankreich immer häufiger Ziel von Überfällen in eigenem Zuhause
Frankreich kämpft offenbar mit beängstigenden neuen Formen des Antisemitismus: Immer häufiger werden Menschen jüdischen Glaubens in den eigenen vier Wänden angegriffen.
Juden in Frankreich immer häufiger Ziel von Überfällen in eigenem Zuhause
Widerstand in der SPD gegen Koalitionsverhandlungen wächst
SPD-Chef Schulz wirbt in NRW weiter für die Neuauflage der großen Koalition. Gleichzeitig melden sich immer mehr Gegner der GroKo zu Wort. Kann die SPD-Spitze die …
Widerstand in der SPD gegen Koalitionsverhandlungen wächst

Kommentare