+
Nadja Lüders.

Anwältin erklärt sich

NSU-Ausschuss: Vorsitzende vertrat Rechtsextremisten

Düsseldorf - Die Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses in Nordrhein-Westfalen, SPD-Abgeordnete Nadja Lüders, hat als Anwältin einen Rechtsextremisten in einem Kündigungsschutzverfahren vertreten.

Der Mann wurde später zum dreifachen Polizistenmörder. Lüders teilte dies in einer am Donnerstagabend verbreiteten persönlichen Erklärung mit. Das Verfahren von 1999 habe keinen politischen oder gar rechtsextremistischen Hintergrund gehabt. „Der Vorgang hat nichts mit den im Ausschuss zu untersuchenden Vorgängen zu tun“, betonte Lüders. Michael B. tötete ein Jahr später drei Polizisten und sich selbst.

Den Rechtsterroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) werden zehn Morde und weitere Verbrechen vorgeworfen. In mehreren Bundesländern und im Bundestag beschäftigen beziehungsweise beschäftigten sich Untersuchungsausschüsse mit Pannen und Fehlleistungen der Sicherheitsbehörden bei der Fahndung.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel: Ziel bleibt europäische Antwort in Asylpolitik
Meseberg (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung einer europäischen Lösung in der Asyl- und Migrationspolitik betont.
Merkel: Ziel bleibt europäische Antwort in Asylpolitik
Merkel und Macron wollen Investitionsoffensive für Europa
Meseberg (dpa) - Deutschland und Frankreich wollen eine milliardenschwere Investitionsoffensive in Europa starten. Dazu soll ein Eurozonen-Budget im Rahmen der …
Merkel und Macron wollen Investitionsoffensive für Europa
EU-Ratspräsident will Sammelpunkte für gerettete Flüchtlinge
Der Koalitionsstreit in Deutschland hat EU-Politiker aufgeschreckt. Schon beim EU-Gipfel nächste Woche soll eine Lösung her - womöglich mit drastischen Maßnahmen.
EU-Ratspräsident will Sammelpunkte für gerettete Flüchtlinge
Milliarden für Europa: Merkel und Macron wollen gemeinsames Eurozonen-Budget
Bei dem Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Macron in Berlin haben die beiden eine Investitionsoffensive für Europa ausgemacht. 
Milliarden für Europa: Merkel und Macron wollen gemeinsames Eurozonen-Budget

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.