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Die Vernehmung einer möglichen Belastungszeugin im NSU-Prozess verzögert sich zunächst

Wohlleben-Aussage verzögert

NSU-Belastungszeugin wird später vernommen

München - Der NSU-Prozess ist am Montag noch vor der Vernehmung einer möglichen Belastungszeugin unterbrochen worden.

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München hat sich am Montag die mit Spannung erwartete Aussage einer möglichen Belastungszeugin verzögert. Auf Antrag der Verteidigung gewährte das Gericht den Verteidigern und Nebenklagevertretern zunächst Einsicht in Fotos, die neu zu den Akten genommen wurden. Wann die Zeugin vernommen werden kann, stand wegen der andauernden Einsicht in die Fotos zunächst nicht fest.

Die kürzlich von Vertretern der Nebenklage präsentierte Zeugin könnte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe belasten. Die Frau aus Dortmund soll dazu befragt werden, ob sie im Jahr 2006 kurz vor zwei Morden des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) Zschäpe in der Nähe eines der Tatorte gesehen hat.

Der NSU-Prozess: Zentrale Fragen rund um das Verfahren

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Bisher haben die Ermittler keine Hinweise, dass Zschäpe bei einem der zehn NSU-Morde in Tatortnähe war. Die Zeugin will aber 2006 kurz vor den Morden an Mehmet Kubasik in Dortmund und an Halit Yozgat in Kassel Zschäpe aus dem Dachfenster ihrer Wohnung heraus gesehen haben. Sie soll sich an der Seite der beiden 2011 gestorbenen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und eines Skinheads befunden haben. Einem Medienbericht zufolge könnte die Zeugin Zschäpe jedoch mit einer anderen Frau verwechselt haben.

dpa

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