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Im Münchner NSU-Prozess hat nun auch ein erster Nebenkläger gefordert, das Kreuz im Gerichtssaal abzuhängen.

Es soll Talar T. verletzen

NSU-Nebenkläger: Kreuz im Gerichtssaal abhängen

München - Im Münchner NSU-Prozess hat nun auch ein erster Nebenkläger gefordert, das Kreuz im Gerichtssaal abzuhängen. Sein Argument: Das Kreuzifix verletze den Nebenkläger Talar T.

Der deutsche Staat und seine Institutionen hätten eine religiöse Neutralitätspflicht, heißt es in dem am Montag bekanntgewordenen Antrag unter Berufung auf den sogenannten Kruzifixbeschluss des Bundesverfassungsgerichts.

Das Kreuz im Gerichtssaal verletze den Nebenkläger Talar T. in seinem Recht auf Religionsfreiheit, argumentiert sein Rechtsanwalt Adnan Menderes Erdal in einem Schriftsatz. Er habe einen Anspruch darauf, „nicht vom deutschen Staat [...] dem Einfluss einer Religion - auch in Gestalt eines Symbols - ausgesetzt zu werden“.

NSU-Prozess in München - die Bilder

NSU-Prozess in München - die Bilder

Im Sitzungssaal A 101 des Strafjustizzentrums in München hängt - wie in Bayern üblich - ein schlichtes Holzkreuz. In den meisten anderen Bundesländern hängen keine Kreuze in Gerichtssälen. Nach Medienberichten hatte bereits ein türkischer Abgeordneter gefordert, das Kreuz im Saal des NSU-Prozesses abzuhängen.

dpa

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