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An den Socken von Beate Zschäpe, die sie bei ihrer Festnahme trug, sind Spuren von Benzin gefunden worden.

Gutachten vorgestellt

NSU-Prozess: Benzin an Zschäpes Socken gefunden

München - An den Socken der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe, die sie bei ihrer Festnahme trug, haben Experten Hinweise auf Benzin gefunden - an ihren Schuhen jedoch nicht.

Das entsprechende Gutachten stellte ein Sachverständiger des Sächsischen Landeskriminalamtes am Mittwoch im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht vor. Die kriminaltechnische Untersuchung, die bereits Anfang 2012 bekannt wurde, könnte dazu beitragen, Zschäpe als Brandstifterin zu überführen.

Die Hauptangeklagte in dem Münchner Prozess soll am 4. November 2011 ein Feuer in der letzten gemeinsamen Wohnung der NSU-Mitglieder in Zwickau gelegt haben, nachdem sich ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt umstellt von Polizei umgebracht hatten. Zschäpe soll daraufhin Benzin in der Wohnung ausgeschüttet und sie angezündet haben. Ihr wird besonders schwere Brandstiftung in Tateinheit mit versuchtem Mord vorgeworfen, weil sich in der angrenzenden Wohnung eine Nachbarin aufhielt.

Es ist die einzige Tat, die Zschäpe laut Anklage unmittelbar selbst begangen haben soll. Außerdem ist sie als Mittäterin an sämtlichen Attentaten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) - darunter zehn Morde - angeklagt.

dpa

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