+
Der NSU-Prozess wird wohl bis Januar 2016 dauern. Foto: Andreas Gebert/Archiv

Termine bis Januar 2016

NSU-Prozess dauert noch länger

München - Das Oberlandesgericht (OLG) München stellt sich auf eine längere Fortdauer des NSU-Prozesses ein.

Das Gericht veröffentlichte am Dienstag eine Liste mit Verhandlungsterminen, die bis zum 12. Januar 2016 reicht. Bislang reichte die Terminliste bis Mitte 2015. In dem Prozess werden zehn Morde verhandelt, die die Bundesanwaltschaft dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) vorwirft. Neun der Opfer waren Gewerbetreibende türkischer oder griechischer Herkunft. Die Gruppe ist außerdem wegen zweier Sprengstoffanschläge und 15 Banküberfällen angeklagt. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe, die mit ihren beiden verstorbenen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt eine kriminelle Vereinigung gebildet haben soll. Mit ihr sind vier mutmaßliche Helfer angeklagt. Als Motiv für die meisten Taten nimmt die Anklage rassistischen Hass an. Der Prozess hat am 6. Mai 2013 begonnen und läuft damit seit bisher gut eineinhalb Jahren. 

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

Terminliste NSU-Prozess 2014

Terminliste NSU-Prozess 2015

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erdogan mischt sich in den Bundestagswahlkampf ein
Zwischen Deutschland und der Türkei herrscht eine zunehmend frostige Stimmung. In kaum einem Punkt herrscht Einigkeit. Jetzt will Erdogan die Deutschtürken zur …
Erdogan mischt sich in den Bundestagswahlkampf ein
News-Ticker: Barcelona-Anschlag: Hier wohnte der Hauptverdächtige
In Barcelona ist ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast - über 100 Menschen wurden verletzt, mindestens 14 starben. Die Polizei verhinderte in einem Badeort 100 …
News-Ticker: Barcelona-Anschlag: Hier wohnte der Hauptverdächtige
Touristin erzählt: „Ich habe drei Terror-Attacken in drei Monaten überlebt“
Nach dem Anschlag von Barcelona erzählt eine Australierin eine spektakuläre Geschichte: Sowohl in der katalonischen Hauptstadt, als auch in Paris und London sei sie nur …
Touristin erzählt: „Ich habe drei Terror-Attacken in drei Monaten überlebt“
BKA legt Journalist Gründe für Entzug der G20-Akkreditierung offen
Die Sicherheitsbehörden haben einem Journalisten ihre Gründe für den Entzug seiner Akkreditierung während des G20-Gipfels in Hamburg dargelegt.
BKA legt Journalist Gründe für Entzug der G20-Akkreditierung offen

Kommentare