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Mehmet Daimagüler.

17 Jahren nach den Taten

NSU-Prozess: Endlich kommen die Angehörigen der Opfer zu Wort

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Auf diesen Tag haben die Angehörigen der Opfer lange gewartet! Am Mittwoch begannen im NSU-Prozess die Plädoyers der Nebenkläger – endlich durften sie sprechen.

München - Nach jahrelangem Warten sind endlich die Angehörigen der Opfer des NSU-Trios an der Reihe vor Gericht zu sprechen. Den Auftakt machte Rechtsanwältin Edith Lunnebach, die eine iranisch-stämmige Familie aus Köln vertritt, auf die beim Jahreswechsel 2000/2001 ein Bombenanschlag verübt wurde. „Nie und nimmer“, sagte Lunnebach, sei der Nationalsozialistische Untergrund nur „eine abgeschottete Dreiergruppe“ gewesen – bestehend aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Edith Lunnebach-

Neben Ermittlungspannen kritisierte Lunnebach auch den Verfassungsschutz. Über einen mutmaßlichen Helfer des NSU habe dieser „seine schützende Hand“ gehalten. Für das Urteil forderte sie das Gericht auf zuzugeben, dass der Staat bewusst vertuscht habe und „dass wegen der Fehler eine Verbrechensserie entstehen konnte“.

Als zweiter Nebenkläger kam Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler an die Reihe – auch er bezweifelte die Theorie des „isolierten Trios“. Rund 50 Nebenkläger werden in den kommenden Wochen noch vor Gericht sprechen.

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