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Erstmals ist im NSU-Prozess die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

Erstmals seit Verfahrensbeginn

NSU-Prozess: Gericht schließt die Öffentlichkeit aus

München - Im Münchner NSU-Prozess hat das Gericht am Mittwochnachmittag zum ersten Mal seit Verfahrensbeginn vor mehr als zwei Jahren die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Damit wird die Vernehmung eines brandenburgischen Verfassungsschutz-Beamten voraussichtlich ohne Zuhörer und Journalisten fortgesetzt. Der Beamte war V-Mann-Führer des vertraulichen Informanten „Piatto“. Die Verteidiger des Angeklagten Ralf Wohlleben hatten beantragt, die Öffentlichkeit auszuschließen.

Begonnen hatte die Vernehmung des Beamten bereits am Mittag in öffentlicher Sitzung. Zur Tarnung seiner Identität hatte sich der Zeuge eine Kapuze über den Kopf gezogen. Die meisten Fragen beantwortete er allerdings nicht, meist mit Hinweis auf sein lückenhaftes Gedächtnis. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl rüffelte ihn dafür scharf und erklärte an seine Adresse: „Zur Pflicht eines Beamten gehört auch, sich vorzubereiten, sich auseinanderzusetzen und sich Gedanken zu machen.“

dpa

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