Wiedersprüchliche Aussage

NSU-Jugendfreundin mit Erinnerungslücken

München - An einiges nicht mehr so genau erinnern, konnte sich eine Ex-Bekannte des NSU-Trios bei ihrer Prozess-Aussage. Etwa daran, wer ihr den Schlüssel zu Beate Zschäpes Wohnung gegeben hatte.

Im NSU-Prozess hat eine frühere Bekannte des Neonazi-Trios widersprüchliche Angaben zu ihrer Rolle beim Untertauchen der späteren mutmaßlichen Terroristen gemacht. Die 32-Jährige sagte, Uwe Böhnhardt sei am Tag des Untertauchens im Januar 1998 mit einem Freund bei ihr in der Berufsschule aufgetaucht und habe sie abgeholt.

Nach Erfurt gefahren, um Wohlleben aufzusuchen

Sie seien dann nach Erfurt gefahren, um den - jetzt mitangeklagten - Ralf Wohlleben aufzusuchen. „Es gab die Aussage, das Ralf sonst ins Gefängnis muss“, sagte die Zeugin. Sie war damals mit Wohlleben liiert. Warum sie davon ausging, dass ihrem Freund Haft drohe, konnte sie nicht mehr sagen.

Später habe sie Sachen - wahrscheinlich Kleidung - aus der Wohnung von Beate Zschäpe geholt. Wer ihr den Schlüssel gegeben hatte, wisse sie nicht mehr. Hingegen wusste sie noch, dass sie die Sachen in eine blaue Mülltüte getan habe.

dpa

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