Journalisten landeten im Werbe-Ordner

NSU-Prozess: Weitere Panne bei Platz-Vergabe

München - Die Platzvergabe beim NSU-Prozess war ein Bei der umstrittenen Auslosung der Presseplätze für den NSU-Prozess in München ist eine weitere Panne bekanntgeworden.

Bei der umstrittenen Auslosung der Presseplätze für den NSU-Prozess in München ist eine weitere Panne bekanntgeworden. Die E-Mails mehrerer Journalisten, die sich als Berichterstatter akkreditieren wollten, seien im Werbemail-Ordner des Gerichts gelandet und zunächst nicht bemerkt worden, sagte die Pressesprecherin des Oberlandesgerichts München (OLG), Margarete Nötzel, am Sonntag. Sie bestätigte damit einen Bericht des Magazins „Focus“.

Auswirkungen für die Betroffenen habe der Fehler aber nicht: Nach Auskunft der Sprecherin können sie trotzdem am Prozess um die Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ teilnehmen. „Da hat sich keiner beschwert, es sind alle zufriedengestellt“, sagte Nötzel.

Um die Vergabe der begehrten Presseplätze hatte es im Vorfeld des Prozesses viel Wirbel gegeben. Im ersten Anlauf hatte das Gericht die Einlasskarten nach dem Eingang des Akkreditierungsgesuchs vergeben. Dabei waren jedoch vor allem internationale Medien leer ausgegangen - obwohl viele der Opfer aus der Türkei stammten. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mussten die Plätze erneut vergeben werden. Dieses Mal entschied das Los. Auch hier gab es einen Fehler - ein Platz wurde deshalb nachgelost.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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