+
Ralf Wohlleben soll in U-Haft bleiben.

NSU-Prozess

Wohlleben soll in Untersuchungshaft bleiben

München - Die Bundesanwaltschaft hat sich gegen eine Entlassung des mutmaßlichen NSU-Unterstützers Ralf Wohlleben aus der Untersuchungshaft gewandt.

In einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, macht die Anklagebehörde Fluchtgefahr und eine zu erwartende hohe Gefängnisstrafe geltend. Außerdem habe sich der „dringende Tatverdacht“ gegen ihn mit der bisherigen Beweisaufnahme im NSU-Prozess „weiter verdichtet“.

Wohlleben muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht München wegen Beihilfe verantworten. Er hat nach Überzeugung der Anklage die Beschaffung der Mordwaffe vom Typ „Ceska“ in Auftrag gegeben und soll die Unterstützung für das NSU-Trio maßgeblich gesteuert haben. Mit der „Ceska“ soll der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) neun seiner zehn Mordopfer erschossen haben. Die Verteidigung Wohllebens hatte dessen Freilassung verlangt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

UN bitten um Spenden für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar
Genf (dpa) - Nach der Massenflucht der verfolgten muslimischen Rohingya aus Myanmar benötigen die Vereinten Nationen dringend Geld für rasche Hilfe. Auf einer …
UN bitten um Spenden für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar
Parteien und Fraktionen bereiten erste Bundestagssitzung vor
Berlin (dpa) - Vier Wochen nach der Wahl bereiten Parteien und Fraktionen heute die konstituierende Sitzung des neuen Bundestags vor.
Parteien und Fraktionen bereiten erste Bundestagssitzung vor
Studie zur Kinderarmut und zur Chance auf Aufstieg
Gütersloh (dpa) - Einmal arm, immer arm? Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht zu dieser Frage heute eine Studie. Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt und …
Studie zur Kinderarmut und zur Chance auf Aufstieg
Slowenische Präsidentenwahl ohne Entscheidung
Sloweniens seit fünf Jahren amtierendes Staatsoberhaupt Borut Pahor hat die Präsidentenwahl am Sonntag klar gewonnen.
Slowenische Präsidentenwahl ohne Entscheidung

Kommentare