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Ex-CSU-Stadtrat Wolfgang Wiehle ist Kandidat der AfD für die OB-Wahl 2020 in München.

Aufstellung am Samstag

OB-Wahl in München: AfD schickt Ex-CSU-Stadtrat Wolfgang Wiehle ins Rennen 

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Früher saß Wolfgang Wiehle für die CSU im Stadtrat, jetzt geht der Bundestagsabgeordnete für die AfD bei der OB-Wahl 2020 in München ins Rennen.

  • Wolfgang Wiehle ist der AfD-Kandidat für die OB-Wahl 2020 in München.
  • Der Diplom-Informatiker saß acht Jahre lang für die CSU im Münchner Stadtrat.
  • Seit 2017 vertritt er die AfD im Deutschen Bundestag.

Nun sind es schon zehn Kandidaten, die bei der OB-Wahl 2020 in München ins Rennen gehen. Nach SPD, CSU, Grünen, den Freie Wählern, der Linken, der Bayernpartei, der ÖDP und der FDP hat am Samstag auch die AfD einen Kandidaten präsentiert: Und zwar einen Mann, der acht Jahre lang für die CSU im Münchner Stadtrat saß: Wolfgang Wiehle.

AfD-Kandidat bei der OB-Wahl 2020 in München: Wolfgang Wiehle war CSU-Stadtrat

Der 55-jährige Diplom-Informatiker und gebürtige Münchner war bis 2013 insgesamt 31 Jahre lang Mitglied der Christsozialen und während seiner Stadtrats-Zeit verkehrspolitischer Sprecher der Partei. 2013 trat Wiehle in die AfD ein. Damals erklärte er, die CSU sei "im Schlepptau" der "Merkel-CDU" gefangen und die CDU sei in eine "links-grüne Richtung abgedriftet". 

Wie der AfD-nahe Deutschland-Kurier berichtet, erhielt Wiehle 52 von 55 Stimmen (94 Prozent) und hatte bei der Wahl keinen Gegenkandidaten. "Ich bin in München geboren, habe an der Technischen Universität studiert, bin hier seit über 30 Jahren politisch aktiv und freue mich jetzt ganz besonders auf die Herausforderungen im OB-Wahlkampf", sagte AfD-Mann Wiehle bei der Aufstellungsversammlung am Samstag.

Der OB-Kandidat der AfD will im Wahlkampf schwerpunktmäßig auf die Themen Verkehr, Sicherheit, Migration und transparente Verwaltung setzen.

Wiehle machte schwierige Rahmenbedinungen für den OB-Wahlkampf der AfD aus. Zum Teil gewaltbereite linke Gegendemonstranten hätten  schon AfD-Versammlungen oder Kundgebungen verhindern oder stören wollen. Zudem werde in München auch Druck auf Gastwirte ausgeübt, der AfD keine Räume zu vermieten. Nach seiner Wahl erklärte Wiehle: „Wir werden uns gegen jeden Versuch öffentlich wehren, die AfD im Kommunalwahlkampf in einem fairen demokratischen Wettbewerb zu behindern.“

OB-Wahl 2020 in München: Wahrscheinlichkeit auf Stichwahl steigt

Mit der OB-Kandidatur von Wolfgang Wiehle erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Stichwahl in München am 29. März 2020 - also 14 Tage nach dem ersten Wahlgang - nochmals. Als aussichtsreichste Bewerber für den Chefsessel im Rathaus gelten Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD), Kristina Franke (CSU) und Katrin Habenschaden (Grüne). Der AfD-Kandidat und vormalige CSU-Mann könnte am ehesten der christsozialen Kandidatin am rechten Rand Stimmen wegnehmen, die sich als liberal und ökologisch präsentiert.

fro

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