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Präsident Obama besuchte ein Indianer-Reservat.

Standing Rock Sioux Nation

Obama besucht Indianer-Reservat

Bismarck - Einst wohnte hier der legendäre Häuptling Sitting Bull. Jetzt kommt Obama ins Reservat der Standing Rock Sioux Nation. Es gibt Musik und Tanz - und ernste Worte.

US-Präsident Barack Obama hat erstmals während seiner Amtszeit ein Indianer-Reservat besucht. Bei einem traditionellen Powwow, einem Indianertreffen, der Standing Rock Sioux Tribal Nation in Cannon Ball (Bundesstaat North Dakota) machte Obama sich für bessere Wirtschaftsförderung sowie Bildungs- und Jobchancen für die Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner stark. Stammesangehörige sangen und tanzten am Freitag für Obama und First Lady Michelle - und anlässlich des alljährlichen „Flag Day“ an diesem Samstag zu Ehren indianischer Veteranen.

Standing Rocks berühmtester Einwohner war der legendäre Häuptling Sitting Bull, der sein Leben lang für die Freiheit der Indianer gekämpft hatte. Stammeschef David Archambault erinnerte im Beisein Obamas an den berühmten Vorfahren, der einst die Regierung in Washington gebeten habe, ihm einen „ehrlichen Mann“ zu schicken. „Wenn Sitting Bull heute hier mit uns sitzen würde, würde er sich geehrt fühlen“, sagte Archambault. Bisher habe sich kein anderer Präsident so sehr für die Belange der Indianer eingesetzt wie Obama.

Decke und Schal als Geschenk

Als Geschenk erhielt das „erste Paar“ der USA eine Decke und einen Schal, den sich Michelle prompt um die Schultern legte. Obama betonte, der Besuch habe für ihn eine „besondere Bedeutung“. Washington habe den indianischen Gemeinden nicht immer „den Respekt von Nation zu Nation gezollt, den sie verdienen“. Er sei stolz auf die Fortschritte, die während seiner Amtszeit bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, der Infrastruktur, Bildung und Energieversorgung in den Stammesgebieten erzielt worden seien. Es gebe aber noch viel zu tun, sagte Obama und flocht in seine Rede ein paar Brocken Lakota ein.

Obama hatte als Präsidentschaftskandidat die Crow Nation in Montana besucht. Dieser Stamm ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Seit seinem Einzug ins Weiße Haus hält der Präsident jedes Jahr ein Treffen mit Stammesführern ab.

dpa

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