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Der Autovermieter Sixt nutzt Merkels "Neuland"-Spruch in seiner aktuellen Werbung.

Die witzigsten Twitter-Bilder

Sixt-Werbung mit Merkels "Neuland"-Spruch

Berlin - Kanzlerin Merkels Aussage "Internet ist für uns Neuland" generiert seit Mittwoch jede Menge Spottbilder im Netz. Aktuell verwendet der Autovermieter Sixt den "Neuland"-Spruch für seine aktuelle Werbung. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit einer Bemerkung über das Internet für heitere und spöttische Reaktionen im Netz gesorgt. "Das Internet ist für uns alle Neuland", sagte Merkel am Mittwoch auf eine Frage zum Internet-Spähprogramm "PRISM" bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Barack Obama im Kanzleramt.

Der Autovermieter Sixt zieht mit und nutzt den Internet-Hype für eine Werbung für einen Miet-SUV: "Für alle, die #Neuland entdecken wollen."

Auch das Telekommunikationsunternehmen Fonic springt auf den "Neuland"-Zug auf. In einer Annonce zeigen die Fonic-Werber das Bild einer verdutzt wirkenden Kanzlerin und texten dazu ""Liebe Frau Merkel, wir bringen Sie ins #Neuland." 

Das "#"-Zeichen hinter "Neuland" ist natürlich ein Hashtag, der Begriffe beim Kurznachrichtendienst Twitter auszeichnet. Nutzer des Online-Netzwerkes griffen die Bemerkung hundertfach auf. Das Schlagwort "#Neuland" wurde innerhalb von Minuten zum meistdiskutierten Begriff auf Twitter in Deutschland.

Die Pressekonferenz von Obama und Merkel zum Nachhören

"So ähnlich müssen sich die Indianer gefühlt haben, als Kolumbus bei ihnen "Neuland" entdeckte", schrieb eine Twitternutzerin. "Ich bin bloß mißtrauisch, weil das #Neuland schon bevölkert ist. Wieviele sind wir? Zwei Milliarden? Wahrscheinlich alles Terroristen", witzelte ein anderer Nutzer. Innerhalb von Minuten tauchte ein Twitterprofil unter dem Namen "NeulandInternet" auf, das Sätze wie "Wenn ich mal groß bin, will ich Kanzlerin von Neuland sein" ins Netz schickte. Benedikt Schaumann, der die Online-Kommunikation der SPD Hamburg betreut, twitterte: "Der Barack möchte bitte ganz dringend die Angela aus dem #NEULAND abholen."

Eine bessere Vorlage hätte die Kanzlerin der Opposition kaum liefern können. SPD-Parteichef nutzte die Gelegenheit, um unterschwellig ebenfalls ein bisschen mitzulästern und twitterte: "Also ich fühle mich in diesem #Neuland eigentlich meistens ganz wohl." Sogar Jörg Kachelmann klinkte sich in die Neuland-Diskussion ein - mit dem hämischen Beitrag: "Mior hoddn jo nischd #Neuland". Eher lustig versuchte es Bas/Ton: "Geheimprojekt im Bundeskanzleramt: #Merkel arbeitet mit ihrem Kabinett schon an #Neuland 2.0. Soll am 23. September im Handel sein :)"

Anderen Netz-Anwendern gingen die Witze schnell auf die Nerven. "Genug über Neuland gelacht? Dann erklärt mir ihr Alleswisser doch mal fix den Euro-Rettungsfonds", schrieb ein Nutzer. Und ein anderer verteidigte die Kanzlerin: "So schnell, wie sich das Internet entwickelt, kann man im Netz fast jeden Tag wirklich Neuland betreten".

Doch nicht nur auf Twitter war der Begriff "Neuland" ein Erfolg. Es dauerte nicht lange, da haben sich User Domains wie neuland.de, neuland.com, neuland.net und ähnliche reserviert.

dpa/mm/fro

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