+
US-Präsident Barack Obama hat nach den Anschlägen von Brüssel seine Linie im Anti-Terror-Kampf verteidigt.

Bei Argentinien-Besuch

Obama: IS-Terroristen vertreiben und besiegen

Buenos Aires - Der US-Präsident unterstreicht in Buenos Aires die absolute Priorität des Antiterror-Kampfs. Er weist aber Maßnahmen mit Showeffekt ab. Die bildeten keine intelligente Strategie.

US-Präsident Barack Obama hat nach den Anschlägen von Brüssel seine Linie im Anti-Terror-Kampf verteidigt. Es gebe für ihn nichts wichtigeres, als sie „zu jagen und zu besiegen“, sagte er am Mittwoch in Buenos Aires mit Blick auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat, die sich zu den Anschläge in Brüssel bekannt hatte. Zuvor hatte er sich mit Argentiniens Präsident Mauricio Macri getroffen. Obama war aus Kuba angereist.

„Wir werden Druck auf sie ausüben, bis wir sie aus ihren Hochburgen getrieben haben und bis sie zerstört sind“, sagte der US-Präsident. Die Luftschläge und die Arbeit von Spezialeinsatzkräften im Irak und in Syrien zeige Wirkung.

Obama erteilte jedoch Maßnahmen mit Showeffekt eine Absage. „Teppichbombardements auf Irak oder Syrien wären nicht nur unmenschlich und gegen unsere Wertvorstellungen“, sagte Obama. Es würde dem IS eine außerordentliche Gelegenheit bieten, mehr Menschen anzuwerben, die bereit seien, zu sterben und Bomben auf einem Flughafen oder in einer U-Bahn-Station explodieren zu lassen. „Das ist keine intelligente Strategie“, betonte der US-Präsident.

Er werde sich nicht zu kontraproduktiven Schritten treiben lassen, „nur weil die gerade eine politische Saison haben.“ Damit wandte er sich unter anderem gegen einen Vorschlag des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Ted Cruz. Dieser hatte erklärt, in Gegenden mit überwiegend muslimischer Bevölkerung solle es künftig eine lückenlose Polizeiüberwachung geben.

Ein Grund für das Ausbleiben von mehr Terrorangriffen in den USA sei die Integration der muslimischen Gemeinschaft in der US-Gesellschaft, erklärte Obama. „Sie fühlen sich nicht in einem Ghetto, sie fühlen sich nicht isoliert, ihre Kinder sind Freunde unserer Kinder und gehen in dieselben Schulen“, sagte der US-Präsident.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erst- und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag
Wieso gibt es eine Erst- und eine Zweitstimme? Wen wähle ich damit überhaupt? Und welche Stimme ist wichtiger? Wir klären alle wichtigen Fragen.
Erst- und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag
Bangladesch fordert sichere Rückkehr für Rohingya
New York (dpa) - Die Premierministerin von Bangladesch hat eine sichere und würdevolle Rückkehr für die muslimische Minderheit der Rohingya ins benachbarte Myanmar …
Bangladesch fordert sichere Rückkehr für Rohingya
Sechs Männer, eine Frau - das sind Bayerns aussichtsreichste Spitzenkandidaten 
Bayerns Spitzenplätze für die Bundestagswahl am Sonntag werden parteiübergreifend von Männern dominiert. Nach den Karriereenden von Gerda Hasselfeldt (CSU) und Sabine …
Sechs Männer, eine Frau - das sind Bayerns aussichtsreichste Spitzenkandidaten 
Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Test über dem Pazifik
Der Krieg der Worte eskaliert weiter. Kim Jong Un bezeichnet Trump nun als dementen Greis, den er mit Feuer bändigen wolle. Nach den USA kündigt auch die EU neue …
Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Test über dem Pazifik

Kommentare