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US-Präsident Obama stemmt sich gegen die sogenannte Konversionstherapien.

Akzeptanz statt "Therapie"

Obama gegen "Umerziehung" Homosexueller

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Washington - Mit Therapien, die Schwule, Lesben und Transsexuelle zu einer heterosexuellen Lebensweise bewegen wollen, soll in den USA bald Schluss sein.

Barack Obama macht sich für ein Ende von Umerziehungstherapien für Homosexuelle stark. Der US-Präsident erklärte am Mittwoch seine Unterstützung für eine auf der Website des Weißen Hauses eingereichte Online-Petition, die ein Verbot der umstrittenen Praxis fordert und in den vergangenen drei Monaten von mehr als 120.000 Menschen unterzeichnet wurde.

Die Petition bezieht sich auf das Schicksal einer 17-jährigen Transsexuellen, die sich Ende Dezember das Leben genommen hatte, nachdem sie von christlich-fundamentalistischen ihren Eltern von der Schule genommen und in ein Umerziehungsprogramm gesteckt worden war. In ihrem erschütternden Abschiedsbrief schrieb Leelah Alcorn: "Ich werde erst in Frieden ruhen, wenn eines Tages Transgender nicht so behandelt werden wie ich. Mein Tod muss etwas bedeuten. Repariert die Gesellschaft. Bitte."

"Schutz von Amerikas Jugend"

"Als Teil unseres Engagements zum Schutz von Amerikas Jugend unterstützt diese Regierung die Bemühungen, den Einsatz von Umkehrtherapien bei Minderjährigen zu verbieten", heißt es in der offiziellen Reaktion des Weißen Hauses. "Heute wird irgendwo in Amerika ein junger Mensch, sagen wir ein junger Mann, nicht einschlafen können und alleine mit einem Geheimnis kämpfen, das er so lange verschweigt wie er denken kann", schrieb der Präsident. Was diesem jungen Menschen widerfahre, wenn er seine Homosexualität offenbare, hänge nicht nur von seiner Familie und seinen Freunden ab, sondern auch "von der Art der Gesellschaft, die wir hervorbringen".

Psychologen warnen vor "Schwulen-Therapierung"

Psychologen warnen, dass derartige Versuche zur Änderung der sexuellen Identität, die vor allem in konservativ-christlichen Kreisen propagiert werden, ernste Folgen für die Betroffenen haben können.  "Die überwältigenden wissenschaftlichen Beweise zeigen, dass Umkehrtherapien weder medizinisch noch ethisch angemessen sind und bedeutende Schmerzen verursachen können, vor allem bei jungen Menschen", erklärte das Weißen Hauses.

Umkehrtherapien für Minderjährige sind in den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey sowie der Hauptstadt Washington bereits verboten. Auch in Deutschland sprechen sich Vereine evangelikaler Fundamentalisten für die "Umerziehung" Homosexueller aus, die einige Ärzte anbieten. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) fordert laut der ARD ein Verbot derartiger "Pseudotherapien bei Kindern und Jugendlichen".

dpa/AFP/hn

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