Auch Hintermänner im Visier

Obama: Militärs allein können Terror nicht besiegen

Washington - Mit Militäreinsätzen allein ist der Terrorismus nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama nicht zu besiegen. „Wir wissen, dass militärische Gewalt allein das Problem nicht lösen kann“, so der Präsident.

„Zudem können wir nicht einfach Terroristen eliminieren, die unschuldige Zivilisten töten“, schrieb Obama in der Zeitung „Los Angeles Times“.

Entscheidend sei auch, denjenigen Hintermännern das Handwerk zu legen, die etwa in den USA und Europa junge Menschen radikalisierten, aufhetzen und für den Terrorismus rekrutierten, meinte Obama mit Blick auf eine Konferenz in Washington.

Heimatschutzminister Jeh Johnson sprach bei dem Treffen im Weißen von einer „neuen Phase“ im Kampf gegen Terrorismus. Al-Kaida besitze noch eine vergleichsweise feste Struktur, dies verändere sich zusehends. „Der globale Terrorismus dezentralisiert sich und wird immer komplexer.“

Mit Blick auf jüngste Anschläge in Paris und Kopenhagen geht es bei der Konferenz um Vorbeugungsmaßnahmen: Wie kann durch Zusammenarbeit der Behörden mit muslimischen Gemeinden verhindert werden, dass junge Muslime etwa in den Kampf nach Syrien gehen - oder zu Hause Anschläge ausüben. Der „Teufelskreis der Radikalisierung“ müsse durchbrochen werden, meinten mehrere Sprecher bei dem Treffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wo ist das Turbo-Internet? Was hat Ex-Minister Dobrindt eigentlich erreicht
Ex-Minister Alexander Dobrindt wollte vieles ändern, vor allem den Breitbandausbau in ländlichen Regionen vorantreiben. Doch was hat der CSU-Politiker eigentlich …
Wo ist das Turbo-Internet? Was hat Ex-Minister Dobrindt eigentlich erreicht
Neue heftige Angriffe auf syrisches Rebellengebiet
Seit sieben Jahren tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Innerhalb kurzer Zeit eskalierte der Konflikt gleich an zwei Fronten. Russland schlägt eine Sondersitzung des …
Neue heftige Angriffe auf syrisches Rebellengebiet
Erneuter Entführungsfall? Islamistischer Angriff auf Mädchenschule
Nach einem Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf eine Mädchenschule in Nigeria werden mehr als hundert Mädchen vermisst.
Erneuter Entführungsfall? Islamistischer Angriff auf Mädchenschule
"Titanic"-Aktion: "Bild" wegen SPD-Story unter Druck
Russische Hilfe für die Juso-Kampagne gegen die große Koalition? Die "Bild"-Zeitung berichtet über eine "Schmutzkampagne bei der SPD". Doch jetzt beansprucht ein …
"Titanic"-Aktion: "Bild" wegen SPD-Story unter Druck

Kommentare