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Der zukünftige US-Präsident Barack Obama winkt vor seinem Flug in seine zukünftige Heimat Washington.

Obama ist nach Washington umgezogen

Washington - Der künftige US-Präsident Barack Obama ist zwei Wochen vor seiner Amtseinführung von Chicago in die amerikanische Hauptstadt Washington umgezogen.

Der 47-Jährige bezog am Sonntagabend Quartier im Hotel Hay-Adams, das in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses liegt. Obama folgte seiner Frau Michelle und den beiden Töchtern Sasha (7) und Malia (10) nach, die bereits am Samstag in der US-Hauptstadt eingetroffen waren. Am Montag stand für die Kinder der erste Schultag an der Privatschule Sidewell Friends auf dem Programm.

“Ich muss sagen, dass ich ein bisschen wehmütig war, als ich heute das Haus verlassen habe“, sagte Obama laut “New York Times“ vor seinem Abflug in die Hauptstadt. “Malias Freundin brachte ein Album vorbei, dass die beiden zusammen zeigt. Sie waren Freunde seit der Vorschule und ich blätterte durch die Seiten“, schilderte der Präsident seinen Abschied aus Chicago. “Das Haus war leer und es war ein wenig schwierig.“

Anschließend benutzte Obama zum ersten Mal seit seiner Wahl im November für den Flug von Chicago nach Washington eine Maschine der Air Force, die für den Präsidenten und hohe Regierungsmitglieder zur Verfügung stehen. Seine Ankunft war von keiner offiziellen Zeremonie oder Ansprachen begleitet. Nach Medienberichten säumten aber rund um das Hotel Menschenmengen die Straßen. Einzelne Protestrufe gegen die israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen erinnerten den künftigen Präsidenten an eine der Herausforderungen, wenn er die Amtsgeschäfte im Weißen Haus übernimmt, berichtete die “Washington Post“.

Obama wird zwar erst am 20. Januar als 44. Präsident der USA vereidigt, aber der Schulstart seiner Töchter erforderte einen frühen Umzug. In der von den Obamas ausgesuchten Privatschule drückten auch schon die Clinton-Tochter Chelsea sowie vor ihr fast alle Präsidentenkinder bis zurück zur Amtszeit von Teddy Roosevelt (1901- 1909) die Schulbank. Umgerechnet 20 000 Euro kostet die Schule der Religionsgemeinschaft der Quäker pro Kind und Jahr.

Die künftige “First Family“ wohnt vorerst in dem Luxushotel im Stadtzentrum mit Blick aufs Weiße Haus. Es bietet den Glanz des späten 19. Jahrhunderts und ist nach früheren berühmten Bewohnern benannt: John Hay, der privater Assistent von Abraham Lincoln war und Henry Adams, Autor und Verwandter der früheren Präsidenten John Adams und John Quincy Adams. Am 15. Januar wollen die Obamas in das Gästehaus des Weißen Hauses umziehen, bevor wenige Tage später das endgültige Quartier im Weißen Haus bezogen wird.

Obama will zu Beginn dieser Woche die Vorbereitungen auf die Amtsübernahme mit Hochdruck fortsetzen. Im Vordergrund steht dabei die rasche Verabschiedung eines massiven zweiten Konjunkturprogramms im möglichen Umfang von 775 Milliarden Dollar (557 Milliarden Euro). Obama will darüber Gespräche mit der demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, führen sowie mit Abgeordneten von Demokraten und Republikanern.

Am Mittwoch wird Obama beim scheidenden Präsidenten George W. Bush im Weißen Haus zu Mittag essen. Zum “Power Lunch“ sind auch die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George Bush Senior geladen.

dpa

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